Hunderte Hinweise auf russische Kriegsverbrechen


Olaf Scholz (Archiv): Er sage dem russischen Präsidenten “dieselben Dinge, die ich Ihnen sage”. (Quelle: Jochen Eckel/imago-images-bilder)

Putin: Haben nichts gegen einen EU-Beitritt der Ukraine

18.36 Uhr: Russland hat nach Aussage von Präsident Wladimir Putin keine Einwände gegen einen EU–Beitritt der Ukraine. “Wir haben nichts dagegen”, sagt er auf einem Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Die EU sei keine militärische Organisation. “Jedes Land hat das Recht, Wirtschaftsgemeinschaften beizutreten.” Mehr zu Putins Rede lesen Sie hier.

Nach Gefangennahmen: Biden warnt vor Reisen in die Ukraine

18.19 Uhr: Nach der möglichen Gefangennahme von mindestens zwei freiwilligen US-Kämpfern durch die russische Armee in der Ukraine hat Präsident Joe Biden eindringlich davor gewarnt, in das Kriegsland zu reisen. “Amerikaner sollten nicht in die Ukraine gehen”, sagte Biden am Freitag in Washington. Er sei über die in der Ukraine vermissten US-Bürger “unterrichtet” worden, wisse aber nicht, wo sie sich befänden.Berichten zufolge waren in der vergangenen Woche zwei als freiwillige Kämpfer in die Ukraine gereiste US-Bürger in russische Gefangenschaft geraten. Nach Angaben ihrer Familien sowie von Parlamentariern waren die US-Veteranen Alexander Drueke und Andy Huynh zuletzt an Gefechten nördlich der ukrainischen Stadt Charkiw beteiligt. Inzwischen gilt auch ein dritter US-Bürger vermisst.Die Biden-Regierung hat US-Bürger bereits wiederholt aufgerufen, nicht als freiwillige Kämpfer in die Ukraine zu reisen. “Wenn Sie die Ukraine unterstützen wollen, können Sie das auf viele andere Arten tun”, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Mittwoch.

Merkel über Putin: “Versuche haben nichts mehr bewirkt”

18.10 Uhr: Die ehemalige Bundeskanzlerin meldet sich zu Wort: In einem Interview spricht sie auch über den russischen Angriffskrieg. Langfristig schließt sie eine Vermittlerrolle nicht aus, doch die Frage stelle sich “derzeit” nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.Ehemalige Kanzlerin Angela Merkel (Archiv): Hat Putin bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Amt gewartet? (Quelle: Belga/imago-images-bilder)

Überraschungsbesuch: Britischer Premier Johnson in Kiew

18.05 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hält sich derzeit in Kiew auf, teilt sein Sprecher mit. Selenskyj erklärt, er freue sich, den “großen Freund der Ukraine” wieder in Kiew zu sehen.Bei seinem Besuch sagt Johnson Selenskyj langfristige Hilfe zu. Man werde der Ukraine die notwendige “strategische Ausdauer” verschaffen, sagt der britische Premier in Kiew. Zudem werde man zusammenarbeiten, um das ukrainische Getreide frei zu bekommen, das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin “als Geisel” gehalten werde.Nach Angaben der britischen Regierung bat er Selenskyj außerdem ein “großes Ausbildungsprogramm für die ukrainischen Streitkräfte” an, das die Wende im Krieg gegen Russland bringen könne. Britische Kräfte könnten demnach “alle 120 Tage bis zu 10.000 (ukrainische) Soldaten ausbilden”.

Moskau: Bislang 2.000 ausländische Kämpfer getötet

15.55 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben in der Ukraine nach Moskauer Angaben bislang knapp 2.000 ausländische Kämpfer getötet. “Unsere Listen, Stand 17. Juni, umfassen Söldner und Waffenspezialisten aus insgesamt 64 Ländern”, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag. “Seit Beginn der militärischen Sonderoperation sind 6.956 in der Ukraine eingetroffen, 1.956 wurden bereits eliminiert, 1.779 sind wieder abgereist.”Das Ministerium veröffentlichte eine Liste mit der Zahl der angeblich in der Ukraine kämpfenden Ausländer, geordnet nach Nationalität. Demnach kommen die meisten von ihnen aus Polen, gefolgt von Rumänien und Großbritannien.Seit dem Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine am 24. Februar sind tausende ausländische Freiwillige vor allem aus Europa in die Ukraine gereist, um die Kiewer Streitkräfte zu unterstützen. Russland bezeichnet diese Kämpfer abwertend als “Söldner”, was impliziert, dass es ihnen vor allem ums Geld gehe.

Putin in Rede: “Blitzkrieg” gegen russische Wirtschaft ist gescheitert

15.35 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hält die Wirtschaft seines Landes trotz der westlichen Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs für robust. Der wirtschaftliche “Blitzkrieg” gegen Russland habe keine Chance auf Erfolg. Mehr dazu lesen Sie hier.Putin bei seiner Rede beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg: Der russische Präsident nutzte die Bühne, um den Westen verbal anzugreifen. (Quelle: Maxim Shemetov/Reuters-bilder)

Russisches Kriegsschiff dringt zweimal in dänische Gewässer ein

15.23 Uhr: Ein russisches Kriegsschiff ist in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm in dänische Gewässer eingedrungen. Die Korvette sei in der Nacht zum Freitag nördlich der Insel Christiansø bei Bornholm gleich zweimal in Hoheitsgewässer des Landes hineingefahren, teilte das dänische Verteidigungskommando mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Moskau kritisiert EU-Beitrittsperspektive für Ukraine als “Manipulation”

15.18 Uhr: Die russische Regierung hat der EU vorgeworfen, die Ukraine mit ihrem Angebot einer Beitrittsperspektive zu “manipulieren”. “Wir sehen, wie die westliche Gemeinschaft seit vielen Jahren diese Geschichte von einer Einbindung der Ukraine in ihre Integrationsstrukturen manipuliert”, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Freitag in Moskau laut russischen Nachrichtenagenturen. Der Ukraine gehe es jedoch “immer schlechter”.In der EU werde die Ukraine “keine strahlende Zukunft” haben, sagte Sacharowa weiter. Die europäischen Zusicherungen an die Ukraine seien eine “verlogene Botschaft, die in der Praxis nichts Gutes bringt”.

Gazprom drosselt Gaslieferungen für die Slowakei

14.58 Uhr: Der russische Energiekonzern Gazprom hat auch der Slowakei die Gaslieferungen stark gedrosselt. Das bestätigte der teilstaatliche slowakische Gasversorger SPP am Freitag der Nachrichtenagentur TASR. Mehr dazu lesen Sie hier.Ein Gazprom-Mitarbeiter in Russland (Symbolbild): Der Konzern hat seine Lieferungen an mehrere europäische Länder eingeschränkt. (Quelle: Kirill Kukhmar/TASS/imago-images-bilder)

Gouverneur: Viele Tote bei Angriffen auf Lysytschansk

14.43 Uhr: Bei schweren Bombardierungen der Stadt Lysytschansk sind nach Angaben des Gouverneurs der ostukrainischen Region Luhansk, Serhij Hajdaj, viele Menschen getötet worden. Die Zwillingsstadt Sjewjerodonezk auf der anderen Seite des Flusses Siwerskyj Donez sei nicht vollständig von Russen erobert worden. Es werde weiter in der Stadt gekämpft.

Kreml: Putins Auftritt verzögert sich wegen Hackerangriff

13.40 Uhr: Wegen eines Hackerangriffs auf das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg verzögert sich nach Angaben des Kremls die geplante Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es habe eine Attacke auf das Einlasssystem gegeben, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. Die für 13 Uhr MESZ geplante Rede wurde demnach um eine Stunde nach hinten verlegt.Der Auftritt Putins vor internationalem Publikum ist jedes Jahr der Höhepunkt des Wirtschaftstreffens, das in diesem Jahr den 25. Jahrestag begeht. Der Kreml hatte zuvor eine richtungsweisende Rede des Präsidenten angekündigt.Gäste müssen für den Zugang zum Gelände des Forums, das wie eine große Wirtschaftsmesse organisiert ist und Hunderte Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen bietet, einen speziellen Delegiertenpass haben. Nur wenn das Sicherheitssystem mit Computern und Bildschirmen funktioniert, werden die Gäste durchgelassen. Auf dieses System hat es laut Kreml nun einen Angriff von Hackern gegeben.Wladimir Putin: Der Kremlchef soll auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sprechen. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Selenskyj kündigt Visumspflicht für russische Staatsbürger an

13.38 Uhr: Die Ukraine wird wegen Russlands Angriffskrieg eine Visumspflicht für russische Staatsbürger einführen. Die Regelung trete am 1. Juli in Kraft, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die Ukraine müsse “den beispiellosen Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit, Souveränität und territorialen Integrität” entgegenwirken. Die Regierung soll demnach im Laufe des Tages einen entsprechenden formellen Beschluss fassen.

Gouverneur: Evakuierung aus Chemiewerk derzeit “unmöglich und gefährlich”

12.47 Uhr: Die Evakuierung des Asot-Chemiewerks in Sjewjerodonezk ist nach Angaben des ukrainischen Regionalgouverneurs Serhij Hajdaj erst nach einer “vollständigen Waffenruhe” möglich. Derzeit sei es wegen des fortwährenden Beschusses und der Kämpfe “unmöglich und gefährlich”, das Werk zu verlassen, erklärte Hajdaj am Freitag in Onlinenetzwerken. Laut Hajdaj haben 568 Menschen in der Fabrik Zuflucht gesucht, darunter 38 Kinder.Russland hatte der Ukraine am Mittwoch vorgeworfen, die Evakuierung von Zivilisten aus der Chemiefabrik verhindert zu haben. Moskau habe einen Korridor geschaffen, um Zivilisten aus der Asot-Fabrik in Sicherheit zu bringen. Die ukrainischen Kräfte hätten die Feuerpause aber “mehrfach” gebrochen, hieß es.Sjewjerodonezk ist die größte Stadt in der Region Luhansk, die sich noch unter ukrainischer Kontrolle befindet. Sie wird seit Wochen von russischen Truppen bombardiert. Laut Hajdaj sind noch rund 10.000 Zivilisten in der Stadt, die zum Großteil von russischen Einheiten kontrolliert wird.

Russland schaut auf möglichen EU-Beitritt der Ukraine

12.37 Uhr: Die Bemühungen der Ukraine um einen Beitritt zur EU werden von der russischen Führung nach eigenen Angaben genau beobachtet. Das Thema “bedarf unserer erhöhten Aufmerksamkeit, weil wir uns alle der Intensivierung der Diskussionen in Europa über die Stärkung der Verteidigungskomponente in der EU bewusst sind”, sagt der russische Präsidialamtssprecher, Dmitri Peskow, vor der Presse.Die Ukraine ist nach Angaben des Präsidialamtes in Kiew dankbar für den Vorschlag der EU-Kommission, ihr den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Nun werde erwartet, dass die EU-Staats- und Regierungschefs dem zustimmen, erklärt das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Kommission empfiehlt Status der Ukraine als EU-Beitrittskandidat

12.08 Uhr: Die EU-Kommission plädiert nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür, der Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Mehr dazu lesen Sie hier.Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission: Sie will den Aufnahmeprozess an Bedingungen knüpfen. (Quelle: Yves Herman/Reuters-bilder)

Kommt der ukrainische EU-Beitritt? An einem Knackpunkt kann alles scheitern

12.04 Uhr: Selenskyj will in die EU, unbedingt und möglichst schnell. Doch die Staats- und Regierungschefs bremsen: Der Prozess ist langwierig und kompliziert. Dennoch steht ein wichtiger Etappensieg an – wenn alles glattgeht. Hier lesen Sie mehr.

Nahaufnahmen zeigen erbitterten Häuserkampf

12.02 Uhr: Seit Wochen ist die Stadt Sjewjerodonezk Schauplatz schwerer Gefechte. Aufnahmen von vor Ort zeigen nun, wie erbittert die Ukrainer ihr Land verteidigen. (Quelle: t-online – Social – Reuters)

Frankreich erhält kein russisches Gas mehr über Pipelines

11.42 Uhr: Lieferstopp für Frankreich: Aufgrund der Unterbrechung und Drosselungen erreicht Frankreich über Pipelines kein Gas mehr aus Russland. Auch Italien erhält noch weniger Gas als vereinbart. Hier lesen Sie mehr.

Ukraine trifft wohl russisches Marineschiff mit Raketen

9.37 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Behördenangaben einen Schlepper der russischen Marine im Schwarzen Meer mit Raketen getroffen. Das Schiff “Wassili Beg” sei mit Soldaten, Waffen und Munition auf dem Weg zu der von Russland besetzten Schlangeninsel südlich der Region Odessa gewesen, teilt Regionalgouverneur Maxym Martschenko mit. Überprüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht. Auch ob das Schiff gesunken ist, war zunächst unklar.

Chemiefabrik in Sjewjerodonezk wohl komplett zerstört

9 Uhr: Die Chemiefabrik Azot im schwer umkämpften Verwaltungszentrum Sjewjerodonezk ist nach ukrainischen Angaben durch den russischen Artillerie- und Raketenbeschuss fast vollständig zerstört. Zuletzt seien durch den Beschuss ein Gebäude und das Pförtnerhaus zerstört worden. “Es gibt insgesamt auf dem Territorium des Chemiegiganten keine erhalten gebliebenen Verwaltungsgebäude mehr”, schrieb der Militärgouverneur der ostukrainischen Region Luhansk, Serhij Hajdaj, auf seinem Telegram-Kanal. Die Kämpfe um die Stadt würden aber weiter gehen.Ähnlich Aussagen machte der Generalstab in seinem Lagebericht: “Die Kämpfe um die völlige Kontrolle über Sjewjerodonezk halten an”, heißt es da. Der Gegner verlege weitere Raketenartillerie in das Gebiet. Generalstab und Hajdaj meldeten übereinstimmend die Abwehr eines Bodenangriffs auf den Sjewjerodonezker Vorort Solote.Die russischen Truppen haben inzwischen alle Wohnviertel in Sjewjerodonezk eingenommen, die ukrainischen Verteidiger haben sich in der Industriezone rund um das Chemiewerk verschanzt. Evakuierungsversuche von Zivilisten, die ebenfalls in der Anlage ausharren sollen, sind bislang gescheitert.

Österreichs Außenminister über EU-Gipfel: “Nicht kleckern, sondern klotzen”

8.55 Uhr: Der österreichische Außenminister Andreas Schallenberg hat im Konflikt mit Russland vor einer einseitigen Fokussierung auf die Ukraine gewarnt. “Man muss der Ukraine signalisieren: Sie sind Teil Europas, sie müssen in der europäischen Familie verankert werden. Aber wir dürfen bitte nicht in einen geostrategischen Tunnelblick verfallen”, sagte der Politiker der Österreichischen Volkspartei im Deutschlandfunk. Die EU-Kommission will an diesem Freitag eine Empfehlung abgeben, ob die Ukraine nach dem russischen Überfall den Status eines Beitrittskandidaten bekommt. Nächste Woche beraten darüber die Staats- und Regierungschefs der EU.Schallenberg forderte die anderen EU-Länder auf, beim Gipfel dann auch an Länder wie Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien klare Signale zu senden. “Wir sollten geostrategisch bei diesem Gipfel, der kommt, nicht kleckern, sondern klotzen, die Verantwortung wahrnehmen und zur Kenntnis nehmen, dass Russland leider Gottes Potenzial zur Destabilisierung hat – nicht nur im Osten Europas, sondern auch im Südosten.” Albanien und Nordmazedonien sind bereits Beitrittskandidaten. Auch Bosnien-Herzegowina strebt in die EU, hat den Kandidaten-Status aber noch nicht.

Lawrow: “Aufnahme der Ukraine in die Nato ist ein krimineller Akt”

8.40 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat seit Beginn der Invasion in die Ukraine nur selten mit westlichen Medien gesprochen. Nun gab er der britischen BBC jedoch ein Interview – und verbreitete erneut unwahre Aussagen. “Wir sind nicht in die Ukraine einmarschiert”, sagte Lawrow. “Wir haben eine spezielle Militäroperation ausgerufen, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, dem Westen zu erklären, dass die Aufnahme der Ukraine in die Nato ein krimineller Akt ist.” Die russische Regierung nennt den Krieg lediglich eine “militärische Spezialoperation” und wiederholt immer wieder, sich zu dem Angriff gezwungen gesehen zu haben – “zum Schutz unserer Leute vor einem Genozid und auch zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine”. Für die Behauptungen gibt es allerdings keine Belege. Die Ukraine strebt bereits seit mehreren Jahren einen Nato-Beitritt an. Russland hatte vor Beginn des Angriffskrieges schriftliche Garantien von der Nato gefordert, dass sie das Land nicht in ihr Militärbündnis aufnimmt. Diese Forderung wurde jedoch abgelehnt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow leugnet den Einmarsch in die Ukraine. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Nach Ukraine-Besuch: Kanzler Scholz wieder in Polen angekommen

8.36 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat seinen Aufenthalt in der von Russland angegriffenen Ukraine beendet. Der SPD-Politiker traf am Freitagmorgen mit einem Zug im polnischen Przemysl ein.Die vier EU-Staats- und Regierungschefs versicherten der Ukraine ihre Solidarität und machten sich dafür stark, dem Land den EU-Beitrittskandidatenstatus zuzusprechen.Scholz und Macron verabschieden sich in Polen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Experte: “Russland hat Krieg strategisch verloren”

7.16 Uhr: Zehntausende russische Soldaten sollen im Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits gestorben sein. Tag für Tag gibt es mehr Tote. Der britische Generalstabschef ist sich sicher: “Russland ist dabei zu scheitern.” Lesen Sie hier mehr dazu.

Überblick über die Nacht

Russische Einheiten in Sjewjerodonezk (Archivbild): In der Region Luhansk gibt es weiterhin schwere Kämpfe. (Quelle: Alexander Reka/imago-images-bilder)

Putin sieht Russland auf Erfolgskurs

5.40 Uhr: Trotz beispielloser westlicher Sanktionen gegen Russland sieht Kremlchef Wladimir Putin die Rohstoffgroßmacht auf einem Erfolgskurs. Die 20er-Jahre sollten zu einer Zeit der “Festigung der wirtschaftlichen Souveränität für Russland” werden, schrieb Putin in einem Grußwort an die Teilnehmer des 25. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums. An diesem Freitag will der russische Präsident dort erklären, wie es angesichts der Sanktionen, die der Westen wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verhängt hat, weitergehen soll.”Das Jubiläumstreffen läuft in einer nicht einfachen Zeit für die Weltgemeinschaft”, meinte Putin. Der Westen sieht den 69-Jährigen verantwortlich für zahlreiche Krisen sowie die hohen Preise für Energie und Lebensmittel. Der Kremlchef wies das zurück: “Jahrelange Fehler der westlichen Staaten in der Wirtschaftspolitik und die unrechtmäßigen Sanktionen haben zu einer Welle der globalen Inflation geführt, zur Zerstörung gewohnter Liefer- und Produktionsketten und zu einem starken Anstieg der Armut und zum Defizit bei Lebensmitteln.”Wladimir Putin bei einer Rede in einer Fabrik (Archivbild): Der russische Präsident wirft dem Westen Fehler vor. (Quelle: Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/dpa-bilder)

Ukrainischer General: Weniger Angriffe in der Nacht

4.45 Uhr: Ein hochrangiger General beim ukrainischen Militärkommando sieht eine neue Taktik bei russischen Angriffen. So würde es nach Angaben von Generalbrigadier Oleksiy Gromov in der Nacht weniger Aktivitäten geben – sowohl was Angriffe als auch was Truppenbewegungen betrifft. Zuvor hätten die Angreifer sich in Bataillonstärke formiert. Nun würden kleinere Platoon-Gruppen, begleitet von Panzern, beobachtet. Russische Einheiten in Mariupol (Archivbild): Offenbar hat die Militärführung die Strategie verändert. (Quelle: Konstantin Mihalchevskiy/imago-images-bilder)

Institut: Russland zieht sich bei Cherson zurück

4.15 Uhr: Russische Streitkräfte führten nach Angaben des US-Instituts für Kriegsstudien nordwestlich von Slowjansk erfolglose Offensivoperationen durch. Ukrainische Streitkräfte hätten Berichten zufolge die Vorbereitungen für Gegenoffensiven westlich von Isyum wieder aufgenommen. Slowjansk gilt als eine weitere Schlüsselstadt im Osten der Ukraine. Russische und ukrainische Streitkräfte seien nahe Charkiw zusammengestoßen, ohne dass es nennenswerte Landgewinne gegeben habe. In Cherson hätten sich russische Truppen etwas zurückgezogen – wahrscheinlich in Erwartung ukrainischer Gegenoffensiven in der Region.

Scholz: Weg der Ukraine in EU wird lang – “Hier geht es um Hoffnung”

3.50 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Ukraine auf einen länger währenden Prozess bis zu einem EU-Beitritt eingestellt. Der Status eines Beitrittskandidaten bedeute, dass die Hoffnung auf dem Weg nach Europa für die Menschen der Ukraine konkret werde, sagte der SPD-Politiker im ZDF-“heute journal”. “Und das ist kein einfacher, sondern ein sehr voraussetzungsvoller Weg, der auch sehr lange Zeit in Anspruch nehmen kann”, machte Scholz deutlich. Hier lesen Sie mehr zu Scholz’ Fernsehauftritt am Donnerstagabend.

Donezk-Militär: Russische Truppen bekommen Hilfe aus Bevölkerung

3.30 Uhr: Nach Angaben der Nachrichtenplattform Ukrinform hat der Chef des Militärs in Donezk, Pavlo Kyrylenko, von Kollaborateuren gesprochen. Aus Reihen der Bevölkerung gebe es an die russischen Truppen Hinweise über mögliche Ziele. “Ich kann nicht verstehen, wie man zu Russland loyal sein kann”, sagte er. Der ukrainische Geheimdienst verfolge Verräter. Die Mehrheit der Bevölkerung in Donezk sehe auch ein, dass eine Evakuierung Menschenleben retten würde, so der Militärsprecher.

Ukraine: 26 russische Soldaten bei Angriff auf Lagerhaus getötet

3.10 Uhr: Das Kommando Ost der ukrainischen Streitkräfte berichtet auf Facebook von Kämpfen, bei denen 26 Soldaten getötet und mindestens eine Drohne und ein Transporter zerstört worden seien. Man habe auch ein Treibstoffdepot angegriffen.

Bericht: EU-Kommission für Kandidatenstatus von Ukraine und Moldau

3 Uhr: Die EU-Kommission wird sich aller Voraussicht nach für eine Vergabe des EU-Beitrittskandidatenstatus an die Ukraine und an Moldau aussprechen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in der Nacht aus Kommissionskreisen erfuhr, soll an diesem Freitag bei einer Sitzung unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine entsprechende Empfehlung für die Regierungen der 27 EU-Mitgliedstaaten beschlossen werden. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Dritter Amerikaner in Ukraine vermisst

2.30 Uhr: Nach Angaben des Sprechers des Außenministeriums, Ned Price, wird ein weiterer US-Staatsbürger in der Ukraine vermisst. Der US-Sender CNN berichtet, dass es sich um einen ehemaligen Angehörigen der Eliteeinheit Marines handeln soll. Er soll im April in Cherson stationiert gewesen sein. Berichten zufolge waren in der vergangenen Woche zunächst zwei als freiwillige Kämpfer in die Ukraine gereiste US-Bürger in russische Gefangenschaft geraten.Nach Angaben ihrer Familien sowie Kongress-Abgeordneten waren die früheren US-Soldaten Alexander Drueke und Andy Tai Huynh zuletzt an Gefechten nördlich der ukrainischen Stadt Charkiw beteiligt gewesen. Zur dritten Person machte Price keine weitere Angaben. Auf Telegram kursierte ein Foto, dass die beiden Männer in Gefangenschaft zeigen soll.

USA fordern von Russland Einhaltung von Genfer Konvention

1.55 Uhr: Die USA haben Russland dazu aufgerufen, ausländische Kämpfer in der ukrainischen Armee, die sich in der Gewalt der russischen Armee befinden, gemäß der Genfer Konventionen als Kriegsgefangene zu behandeln. Kriegsgefangene müssten “die Behandlung und den Schutz erfahren, die diesem Status angemessen sind, menschenwürdige Behandlung und Garantieren auf einen fairen Prozess eingeschlossen”, sagte US-Außenamtssprecher Ned Price am Donnerstag.

Kanada sucht nach Lösung für deutsche Gasturbine

1.10 Uhr: Kanada sucht gemeinsam mit Deutschland nach einer Lösung für eine dort gewartete Turbine vom Siemens Energy Konzern für die Nord Stream 1 Pipeline. “Die kanadische Regierung befindet sich in aktiven Gesprächen mit Deutschland über die fraglichen Turbinen, und wir arbeiten an einer Lösung”, sagt ein Sprecher des kanadischen Ministers für Naturressourcen in einer Erklärung.Der Elektrotechnik-Konzern Siemens Energy kann in Kanada überholte Gasturbinen derzeit wegen der Russland-Sanktionen nicht an die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 liefern. Der russische Gazprom-Konzern hatte zuvor erklärt, Verzögerungen bei der Reparatur von Gas-Kompressoren durch Siemens beschränkten derzeit die Kapazität der Ostsee-Pipeline. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht hingegen politischen Druck seitens Russlands als Grund für die verringerten Gaslieferungen.

Klitschko froh über EU-Zusagen

1.05 Uhr: Der Kiewer Oberbürgermeister Vitali Klitschko hat die Zusagen von Bundeskanzler Olaf Scholz und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron begrüßt, sich für einen EU-Beitrittskandidatenstatus der Ukraine stark zu machen. “Das ist eine sehr, sehr gute Nachricht. Wir freuen uns riesig”, sagte Klitschko am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Kiew. Es sei ein Traum der Ukraine, ein Teil der europäischen Familie zu sein. Dafür zahle die Ukraine mit dem Leben von Menschen. “Wir kämpfen für Freiheit, wir kämpfen für die demokratischen Werte, für die Zukunft unserer Kinder”, sagte der Oberbürgermeister.

Slowenien: Haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft

1 Uhr: Slowenien hat nach Angaben der Nachrichtenseite RTV der Ukraine 35 Transportfahrzeuge sowie Waffen, Munition und Ausrüstung geliefert. “Wir haben unser Arsenal ausgeschöpft”, wird Verteidigungsminister Marjan Šarec zitiert. Man könne aber ukrainische Soldaten weiter ausbilden, zum Beispiel beim Minenräumen.

Melnyk erwartet von Scholz Überzeugungsarbeit für EU-Beitritt

23.30 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, erwartet von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Überzeugungsarbeit in der EU für einen Kandidatenstatus des Landes. Die Ukraine hoffe, dass der Kanzler dafür sorge, dass die notwendige Einstimmigkeit beim EU-Gipfel erreicht werde, sagte Melnyk am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner”. “Da sind wir noch nicht über den Berg”, fügte der Diplomat hinzu. Hier lesen Sie mehr.

Ukraine nennt russische Krim-Brücke “Ziel Nummer 1”

22.16 Uhr: In ihrem Abwehrkampf gegen Russland sieht die Ukraine auch die wichtige russische Brücke auf die Halbinsel Krim als militärisches Ziel. Als eine Art Drohgebärde veröffentlichte der ukrainische Militärgeheimdienst eine angebliche offizielle russische Baubeschreibung der Brücke mit Details der Konstruktion. Die Echtheit des knapp 300 Seiten langen Dokuments war nicht sofort zu überprüfen.Tags zuvor hatte der ukrainische General Dmytro Martschenko gesagt, wenn die Ukraine die dafür notwendigen Waffen erhalte, sei die Zerstörung der Brücke “Ziel Nr. 1”. Schließlich rolle der russische Nachschub über die Brücke auf die Krim und von dort weiter in den Süden der Ukraine. Die mit Milliardenaufwand gebaute, 18 Kilometer Brücke über die Meerenge von Kertsch verbindet seit 2018 das russische Festland und die vier Jahre zuvor annektierte Halbinsel.Truppentransporte von der Krim nach Russland (Archivfoto, 16. Februar): Die Ukraine sieht die Brücke offenbar als militärisches Ziel. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Macron bei Gesten von Putin zu Reise nach Russland bereit

22.11 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist unter Bedingungen zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau bereit. “Ich denke, dass eine Reise nach Russland heute Vorbedingungen voraussetzt, das heißt Gesten von Präsident Putin, ich werde dort nicht einfach so hinfahren”, sagte Macron dem Sender TF1 in Kiew.Weiterhin werde er mit Putin über humanitäre Angelegenheiten, den Schutz von Gefangenen oder die Nahrungsmittelsicherheit sprechen, um eine Lösung zu finden, so Macron. “Und so schließe ich nichts aus, aber ich werde dies immer in Transparenz mit dem ukrainischen Präsidenten tun und wann immer es sinnvoll ist.”

Ukrainischer Außenminister: Worten müssen Taten folgen

21.53 Uhr: Nach dem Besuch von Kanzler Olaf Scholz in Kiew fordert der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba das Zugesagte umzusetzen. In den kommenden Wochen werde man erleben, “wie stark sich Deutschland tatsächlich engagiert”, sagt er der ARD laut redaktioneller Fassung. Auf die Frage, ob das Vertrauen zwischen Deutschland und der Ukraine wiederhergestellt sei, sagt Kuleba demnach, den “Worten, die uns heute entgegenschlugen, müssen Taten folgen. Wir hoffen, dass das auch passiert.”Dmytro Kuleba, Aussenminister der Ukraine: In den kommenden Wochen werde man erleben, “wie stark sich Deutschland tatsächlich engagiert”. (Quelle: Janine Schmitz/photothek.de/imago-images-bilder)

Ukrainische Truppen im Osten weiter unter schwerem Feuer

21.02 Uhr: Die ukrainischen Truppen im Osten des Landes liegen nach Angaben ihres Generalstabs weiter unter schwerem russischem Feuer mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern. In seinem Bericht für Donnerstagabend nannte das Militär die seit Tagen umkämpften Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk und deren Umgebung. An zwei anderen Stellen der Front sei es dagegen gelungen, ein Vorrücken des Feindes abzuwehren.Die Angaben waren zunächst nicht überprüfbar. Mit der Eroberung von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk würde Russland das gesamte ukrainische Gebiet Luhansk unter Kontrolle bringen. Dies ist eins der russischen Kriegsziele.

Scholz weist Melnyk-Forderungen nach Panzern zurück

20.50 Uhr: Kanzler Olaf Scholz hat Forderungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland nach Panzerlieferungen zurückgewiesen. Nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew sagt Scholz in der ARD, dass dies gar nicht das sei, was die Führung in Kiew gerade wolle. Der Wunsch des Präsidenten sei vielmehr mehr Artillerie für die Kämpfe im Osten des Landes gewesen und genau diese liefere Deutschland. Botschafter Andrej Melnyk hatte dagegen die Lieferung von 88 Leopard-1-Kampfpanzer und 100 Marder-Schützenpanzer gefordert.Scholz wies zudem Vermutungen zurück, westliche Staaten könnten die ukrainische Führung zu einem Friedensschluss mit Russland drängen. Die westlichen Sanktionen gegen Russland würden nicht aufgehoben, bevor es nicht zu einer fairen Vereinbarung Russlands mit der Ukraine komme. Nur die Ukraine selbst könne entscheiden, was aus ihrer Sicht fair sei. “Das wird niemand in Europa ihnen vorschreiben können und wollen”, fügt Scholz hinzu.

Insider: Macron ruft Nexter zu Geschütz-Herstellung auf

20.19 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einem Insider zufolge den Rüstungskonzern Nexter aufgefordert, die Produktion von Geschützen anzukurbeln. Macron habe vor seinem Besuch in Kiew das Unternehmen gebeten, die Weichen zu stellen für eine Produktion von “Caesar”–Geschützen im “Kriegsmodus”, wie eine Person aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums sagt. Diese sollten für die französische Armee gebaut worden.Macron sagte der Ukraine in Kiew zu, sechs weitere der Waffensysteme aus französischen Beständen zu übergeben zusätzlich zu zwölf bereits gelieferten. Die französische Armee verfügt insgesamt über weniger als 80 der Artillerie–Waffen.

Russische Truppen rücken vor: “Sie schicken ihre Leute in den Tod”

20.03 Uhr: Im Donbass liefern sich ukrainische und russische Truppen schwere Kämpfe. Russland rückt langsam, aber stetig weiter vor. Ukrainische Soldaten haben eine düstere Vermutung – und ein klares Ziel. Mehr dazu sehen Sie hier im Video.

Russische Schiffe bringen ukrainisches Getreide nach Syrien

19.28 Uhr: Der private US-Satellitenbetreiber Maxar teilt mit, Schiffe unter russischer Flagge hätten in den vergangenen Monaten Getreide aus der vergangenen Ernte-Saison nach Syrien transportiert. Die Ukraine wirft Russland vor, das Getreide in den eroberten Gebieten zu klauen.Zuvor hatte die Ukraine – weltweit viertgrößter Getreideexporteur – Russland immer wieder aufgefordert, den Weg für Getreide freizumachen, auf dem Schienenweg oder auch über die Häfen im Schwarzen Meer. Diese werden von der russischen Kriegsmarine blockiert. Zudem sollen russische Truppen gezielt Getreidefelder und -silos bombardieren und verminen. Ukrainischen Berechnungen zufolge hat die Landwirtschaft der Ukraine durch den russischen Angriffskrieg bislang Schäden von 4,3 Milliarden US-Dollar (4,1 Milliarden Euro) erlitten. Besonders Staaten in Nahost und in Afrika leiden unter den Lieferausfällen, die Preise sind seitdem stark gestiegen. Ein Frachter wird auf der Krim mit Getreide beladen: Die Ukraine wirft Russland vor, Getreide zu stehlen. (Quelle: Maxar Technologies)

EU-Beitrittskandidatenstatus für die Ukraine? Das sollten Sie dazu wissen

19.16 Uhr: Scholz will die Ukraine dabei unterstützen, Beitrittskandidat der Europäischen Union zu werden – und jetzt? Bis klar ist, ob das Land wirklich Teil des Staatenverbunds wird, kann es lange dauern. Einen Überblick über das Verfahren finden Sie hier.

Union will von Scholz “endlich eine klare Zusage”

18.46 Uhr: Nach dem Kiew-Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich die Union im Bundestag enttäuscht über das Ausbleiben konkreter Lieferzusagen für schwere Waffen gezeigt. Bei der Visite wäre es “höchste Zeit gewesen, endlich eine klare Zusage für die unmittelbare Lieferung schwerer Waffen zu geben”, sagte Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) der “Welt”. Weitere Reaktionen auf den Besuch des Kanzlers in Kiew finden Sie hier.

Da wäre selbst Che Guevara neidisch

17.43 Uhr: Eigentlich ist Wolodymyr Selenskyj Schauspieler, nun muss er die größte Rolle seines Lebens spielen: den Verteidiger der Ukraine. Und lässt dabei selbst Ikonen der Vergangenheit erblassen. Hier lesen Sie mehr dazu.

Scholz und Macron: Ukraine soll EU-Beitrittskandidat werden

16.11 Uhr: Gleich vier EU-Staats- und Regierungschefs sind in die Ukraine gereist – und machen Wolodymyr Selenskyj ein

Gouverneur: Drei Tote bei Luftangriff auf Lyssytschanks

15.46 Uhr: Bei einem Luftangriff auf ein Gebäude in der ostukrainischen Stadt Lyssytschanks sind nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk mindestens drei Menschen gestorben. Mindestens sieben weitere Menschen seien verletzt, teilte Serhij Gaidai auf Telegram mit. Lyssytschanks wird durch einen Fluss von der seit Tagen schwer umkämpften Stadt Sjewjerodonezk getrennt.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.Ältere Nachrichten lesen Sie hier, in dem vorherigen Newsblog zum Ukraine-Krieg.

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