Spitzenkandidaten streiten um Energie und Sozialpolitik


Am Sonntag gehen die Wähler im nördlichsten Bundesland an die Wahlurne. CDU-Ministerpräsident Günther will seinen Job behalten. Im TV wirft ihm sein Mitstreiter Versäumnisse bei einem wichtigen Thema vor. Wenige Tage vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein haben die Spitzenkandidaten von CDU, SPD und Grüne am Mittwochabend bei einem Fernsehtriell Kontroversen in der Energie- und Sozialpolitik ausgetragen.SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller warf der Jamaika-Koalition vor, sie habe das Soziale komplett vernachlässigt. Die Regierung habe das Thema “nicht in den Blick genommen”, sagte er. Finanzministerin Monika Heinold von den Grünen konterte, dies sei eine platte These und falsch. Sie verwies unter anderem auf die Entlastung der Eltern von Kita-Gebühren.

Günther: “Wir gehen mit Riesenschritten voran”

Losse-Müller bescheinigte der Koalition auch fehlende Fortschritte beim Ausbau der Windenergie. “Da ist nichts passiert”, sagte er. Es gebe nicht mehr Windanlagen als 2017.Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hielt dagegen, Schleswig-Holstein habe im vergangenen Jahr die meisten Anlagen aller Bundesländer genehmigt und 200 Megawatt Leistung mehr als das viel größere Niedersachsen.”Wir gehen mit Riesenschritten voran”, sagte der Regierungschef.Er erneuerte auch seine Aussage, die seit 2017 in Kiel regierende Koalition seiner Partei mit Grünen und FDP fortsetzen zu wollen: “Das Bündnis hat Schleswig-Holstein in den letzten Jahren gutgetan.” Er wolle in der Regierung “niemanden missen”.

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