Ukraine-Krieg im Newsblog | Australien liefert weitere Panzerfahrzeuge an die Ukraine


Laut Konaschenkow lag der ukrainische Führungsgefechtsstand im Gebiet Dnipropetrowsk nahe der Siedlung Schyroka Datscha, südlich der Großstadt Krywyj Rih und wurde von seebasierten Marschflugkörpern des Typs “Kalibr” getroffen. Die Lenkwaffen sollen eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometer haben.Daneben seien durch die Kalibr-Raketen auch mehrere westliche Artilleriesysteme vom Typ M777 und bis zu 20 gepanzerten Fahrzeuge auf einem Werksgelände in Mykolajiw vernichtet worden. Andere Raketen hätten eine Eisenbahnstation im Gebiet Dnipropetrowsk getroffen, wo gerade ukrainisches Militär verladen wurde. Zudem sei auch im Gebiet Donezk eine größere ukrainische Einheit mit Raketen beschossen worden. Konaschenkow bezifferte die ukrainischen Verluste in den beiden letztgenannten Fällen auf mehr als 300 Soldaten. Der Armeesprecher verkündete zudem die vollständige Einnahme der Ortschaft Metjolkine durch russische Truppen. Unabhängig können diese Angaben derzeit nicht überprüft werden.

Selenskyj richtet emotionale Botschaft an Väter

11.20 Uhr: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine reißt Familien entzwei. Zum Internationalen Vatertag hat Präsident Wolodymyr Selenskjy deshalb bewegende Worte an die Väter des Landes gerichtet. Lesen Sie hier mehr dazu.Ein Vater und seine Tochter halten die Hände an ein Zugfenster: Viele Familien wurden durch den Krieg in der Ukraine getrennt. (Quelle: Selenskyj/Instagram/leer)

Ukraine meldet neue Raketenangriffe auf Kiew

11.05 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Sonntagmorgen erneut aus der Luft angegriffen worden – es waren Sirenen des Luftalarms und Explosionen zu hören. Nach offiziellen Angaben schoss die ukrainische Luftabwehr russische Raketen über der Stadt jedoch ab. “Im Stadtbezirk Wyschhorod waren heute Morgen Explosionen zu hören. Die Luftabwehr hat feindliche Flugziele beschossen”, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Kiew, Olexij Kuleba, am Sonntag auf seinem Telegram-Kanal mit.Zerstörtes Wohngebäude in Kiew (Archivbild): Diesmal wurde in der Stadt nichts zerstört, die Raketen erfolgreich abgewehrt. (Quelle: Aleksandr Gusev/imago-images-bilder)Seinen Angaben zufolge gab es keine Schäden und Verletzten in der Stadt. Er bat die Kiewer allerdings darum, weiterhin nach dem Luftalarm die Schutzkeller aufzusuchen. In verschiedenen sozialen Netzwerken tauchten später Fotos auf, die Spuren einer Rakete am Himmel über dem Gebiet Kiew zeigen sollen.Russische Truppen haben Kiew seit Kriegsbeginn mehrfach unter Beschuss genommen. Zu Beginn der Invasion versuchten russische Boden- und Luftlandetruppen auch, die ukrainische Hauptstadt zu erobern, wurden aber zurückgeschlagen. Später hat Moskau seine Truppen aus dem Gebiet um Kiew zurückgezogen. Mit Raketen ist die Stadt aber von russischem Gebiet aus immer noch zu erreichen.

Ein Toter bei Explosion von Tanklager in Nowomoskowsk

10.12 Uhr: In Nowomoskowsk im Osten der Ukraine ist ein Treibstofflager nach russischem Raketenbeschuss explodiert. Ein Mensch sei getötet, zwei Menschen seien verletzt worden, teilt der Leiter der Regionalverwaltung, Valentyn Resnitschenko, im Internet mit. Bereits am Samstag hätten drei russische Raketen das Lager getroffen.Auch 14 Stunden nach dem Treffer versuchten Feuerwehrleute noch immer, den Brand zu löschen. Beim Angriff selbst wurden Resnitschenko zufolge am Samstag elf Menschen verletzt. Nowomoskowsk liegt nordöstlich von Dnipro, der Hauptstadt der Region Dnipropetrowsk.

Die Nacht im Überblick

Gouverneur im Donbass warnt vor Eskalation

3.40 Uhr: Der Gouverneur der ukrainischen Donbass-Teilregion Luhansk, Serhij Hajdaj, hat vor einer weiteren Eskalation der russischen Kriegsführung in der Region gewarnt und den Westen um zusätzliche Waffen gebeten. “Es ist gut, dass der Westen uns hilft, aber das kommt zu spät”, sagte Hajdaj der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview. In der Region Luhansk gebe es angesichts der russischen Angriffe “keine sicheren Orte mehr”.Hajdaj forderte die Lieferung von Waffen “mit großer Reichweite”, die “schnell ankommen” müssten. Er warnte davor, dass russische Einheiten die Stadt Lyssytschansk einkreisen könnten, indem sie diese von der Versorgung über Zufahrtsstraßen abschneiden. “Das ist theoretisch möglich. Das ist ein Krieg, alles kann passieren”, sagte Hajdaj.Prorussische Einheiten fahren auf einer Straße in Luhansk: Der Gouverneur warnt vor einer Verschlimmerung der Situation. (Quelle: Alexander Reka/TASS/imago-images-bilder)

Generalstab: Russische Truppen bei Krasnopillja zurückgeschlagen

3 Uhr: Laut einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs haben ukrainische Streitkräfte russische Truppen in der Nähe der Stadt Krasnopillja zurückgeschlagen. Die russischen Soldaten hätten sich auf einer Aufklärungsmission befunden. Sie hätten schwere Verluste erlitten. Ukrainische Behörden melden zudem, dass in der Nacht Orte weiter westlich in den Regionen Poltawa und Dnipropetrowsk beschossen worden seien.

Johnson fordert Westen zu dauerhafter Unterstützung auf

1.30 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat die westlichen Verbündeten der Ukraine aufgefordert, das Land langfristig zu unterstützen und vor den Folgen eines möglichen Siegs Russlands gewarnt. In einem Gastbeitrag für die Zeitung “The Sunday Times” schrieb Johnson, Kiews Unterstützer müssten sicherstellen, dass die Ukraine “die strategische Ausdauer hat, um zu überleben und schließlich zu gewinnen”.”Zeit ist jetzt der entscheidende Faktor”, schrieb Johnson in seinem am späten Samstagabend online veröffentlichten Artikel. Alles werde jetzt davon abhängen, “ob die Ukraine ihre Verteidigungsfähigkeit schneller stärkt, als Russland seine Angriffsfähigkeit erneuert”. Aufgabe der Verbündeten sei es “dafür zu sorgen, dass die Zeit für die Ukraine spielt”.

Stoltenberg rechnet mit jahrelangem Krieg

0.20 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rechnet mit einem jahrelangen Krieg in der Ukraine. “Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass er Jahre dauern könnte”, sagte er der “Bild am Sonntag”. Deshalb dürfe man nicht nachlassen in der Unterstützung der Ukraine gegen Russland.Die Kosten dafür seien hoch, weil die Militärhilfe teuer sei und die Preise für Energie und Lebensmittel steigen. Aber das sei kein Vergleich zu dem Preis, den die Ukraine jeden Tag mit vielen Menschenleben zahle, sagte Stoltenberg. Wenn man dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht entschieden entgegentrete, “dann bezahlen wir einen viel höheren Preis”.Jens Stoltenberg bei einer Rede in Finnland (Archivbild): Der Nato-Generalsekretär rechnet mit einem jahrelangen Krieg in der Ukraine. (Quelle: Markku Ulander/imago-images-bilder)

18. Juni

Gouverneur: Zivilisten wollen Chemiewerk nicht verlassen

23.57 Uhr: Die ukrainischen Zivilisten in Schutzräumen des Chemiewerks Azot in der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk wollen nach Angaben der Gebietsführung nicht evakuiert werden. “Es gibt ständigen Kontakt zu ihnen. Man hat ihnen mehrfach eine Evakuierung angeboten, aber sie wollen nicht”, sagte der Gouverneur des ostukrainischen Gebietes Luhansk, Serhij Hajdaj, am Samstag im Fernsehen. In dem Werk hätten 568 Zivilisten Schutz gesucht, darunter 38 Kinder.Der Ort sei nicht mit dem Stahlwerk Azowstal in der Hafenstadt Mariupol zu vergleichen, sagte Hajdaj. “Das ist keine unterirdische Stadt. Das sind einzelne Notunterkünfte, die getrennt, nicht untereinander verbunden sind.” In einem Bunkersystem unter dem Stahlwerk Azowstal hatten ukrainische Verteidiger und Zivilisten noch wochenlang ausgeharrt, als Mariupol schon längst von russischen Truppen erobert war.Ein Mann hält sein Baby im umkämpften Chemiewerk Azot (Archivbild): Offenbar verweigern viele eine Evakuierung. (Quelle: Marko Djurica/Reuters-bilder)

Berichte: Litauen schränkt Güterverkehr zu russischer Enklave ein

23.30 Uhr: Nach mehreren Medienberichten beabsichtigt Litauen, EU-Sanktionen durchzusetzen – und bestimmte Güter nicht mehr nach Kaliningrad durchlassen. Die Provinz zwischen Litauen und Polen ist für Russland nicht direkt über Landwege erreichbar. Wilna will offenbar sanktionierte Güter nicht mehr durchlassen – diese machen aber nach Angaben des russischen Gouverneurs fast die Hälfte der Importe aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Lesen Sie hier mehr dazu.

Moskau: Fast zwei Millionen Ukrainer nach Russland gebracht

21.27 Uhr: Aus den umkämpften Gebieten der Ukraine sind nach Angaben des Moskauer Militärs fast zwei Millionen Menschen nach Russland gebracht worden. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums nannte eine Gesamtzahl von 1,936 Millionen Menschen aus der Ukraine, darunter 307.000 Kinder. Allein am Samstag seien 29.730 Menschen nach Russland evakuiert worden, darunter 3500 Kinder, sagte Generaloberst Michail Misinzew.Nach Moskauer Darstellung werden die Menschen aus den Kampfgebieten und aus den Separatistengebieten Donezk und Luhansk nach Russland in Sicherheit gebracht. Die Ukraine wirft Russland vor, die Menschen nicht auf Gebiet fliehen zu lassen, das von der Kiewer Regierung kontrolliert wird. Aus Sicht der Ukraine deportiert Russland ihre Bürger. Viele ukrainische Flüchtlinge versuchen, Russland wieder zu verlassen und in Drittländer weiterzureisen.

Russische Raketen zerstören Treibstoffdepot bei Dnipro

20.54 Uhr: Russische Truppen haben am Samstag mit einem Raketenangriff Öltanks nahe der zentralukrainischen Stadt Dnipro zerstört. Die regionale Verwaltung berichtete von drei Raketen, die das Depot im Kreis Nowomokowsk trafen. “Es gibt ein starkes Feuer”, schrieb der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, auf Telegram. Drei Menschen seien mit Verbrennungen in Krankenhäuser gekommen.In der Nähe der Stadt Isjum in der Ostukraine trafen russische Raketen eine Fabrik, die Gas verarbeitet. Auch dort gab es einen großen Brand, wie der Gouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, mitteilte. Außer der Fabrik seien auch Wohnhäuser getroffen worden. Angaben zu Opfern wurden in diesem Fall nicht gemacht.

Russische Truppen erzielen Geländegewinne bei Sjewjerodonezk

19.54 Uhr: Die russische Armee hat Geländegewinne in der Nähe des schwer umkämpften Verwaltungszentrums Sjewjerodonezk erzielt, die einstige Großstadt selbst aber weiterhin nicht einnehmen können. “Durch den Beschuss und Sturm hat der Feind in der Ortschaft Metjolkine einen Teilerfolg erzielt und versucht sich dort festzusetzen”, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Samstagabend mit. Metjolkine liegt südöstlich von Sjewjerodonezk.Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hatte zuvor erklärt, die russischen Kräfte hätten die Ortschaft eingenommen. In der russischen Streitmacht in der Ukraine kämpfen Tausende Tschetschenen.Die Kämpfe um Sjewjerodonezk selbst halten nach ukrainischen Angaben weiter an. Demnach beschießen die russischen Truppen das Verwaltungszentrum des Gebiets Luhansk im Osten der Ukraine mit schwerer Artillerie. Ein versuchter Sturm der ukrainischen Stellungen im Industriegebiet der Stadt sei aber gescheitert. Auch in Syrotyne, einem Dorf westlich von Metjolkine, blieben die russischen Sturmversuche erfolglos.An anderen Frontabschnitten waren vor allem schwere Waffen im Einsatz, meist ohne den Versuch einer Bodenoffensive. So wurde die Ortschaft Berestowe im Raum Bachmut westlich von Sjewjerodonezk von Luftangriffen getroffen. In Richtung Awdijiwka, Nowopawliwka und Saporischschja übten die Russen ständigen Artilleriebeschuss aus, um eine Umgruppierung der ukrainischen Kräfte zu verhindern.Ihre Tochter wird aus Sjewjerodonezk evakuiert und sie weint: Die ehemalige Großstadt ist hart umkämpft. (Quelle: Rick Mavex/imago-images-bilder)

EU wirft Russland Herbeiführen von Hungerkatastrophen vor

19.52 Uhr: Die EU beschuldigt Russland, bewusst das Risiko einer Hungerkatastrophe in großen Teilen der Welt herbeizuführen. Es sei Moskaus “bewusste politische Entscheidung, Getreideexporte als Waffe und Erpressungsinstrument gegen jeden einzusetzen, der sich gegen seine Aggression in der Ukraine stellt”, erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Samstag in einem Blogeintrag.

Gaswerk offenbar von Raketen getroffen

19.23 Uhr: Im Bezirk Isium im Osten der Ukraine wird nach ukrainischen Angaben ein Gaswerk von russischen Raketen getroffen: Ein großes Feuer sei ausgebrochen, Rettungsteams seien im Einsatz, schreibt der Gouverneur der Region Charkiw auf Telegram. Auch einige andere Gebäude seien beschädigt.

Scholz fordert Einlenken Russlands im Streit um Getreide-Exporte

18.48 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Russland zum Einlenken im Streit um ukrainische Getreideexporte aufgefordert. “Man muss für die Welt hoffen, dass eine Verständigung gelingt”, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf laufende Verhandlungen über einen Exportkorridor über das Schwarze Meer. “Russland muss einen sicheren Transport ermöglichen und zugleich glaubhaft zusichern, dass es einen solchen Korridor nicht für eine Invasion nutzt”, sagte Scholz. “Es kann ja nicht sein, dass die Getreideschiffe die ukrainischen Häfen verlassen und die russischen Kriegsschiffe die Häfen ansteuern.”Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Donnerstag nach dem Treffen mit Scholz und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs in Kiew kritisiert, dass Russland durch eine Blockade ukrainischer Häfen die Ausfuhr von Getreide verhindere und damit eine Lebensmittelkrise hervorrufe. Es müsse alles getan werden, damit Russland in Afrika und Asien nicht Hunger und politisches Chaos auslöse. EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis hatte Russland vorgeworfen, UN-Bemühungen um den Export von ukrainischem Getreide zu blockieren. Die Ukraine ist einer der größten Getreideexporteure der Welt.Scholz sagte, Deutschland unterstütze die Bemühungen des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres um einen Exportkorridor. Auf die Frage, ob eine UN-Mission denkbar sei, um den Zugang zu ukrainischen Häfen wie Odessa zu sichern, sagte der Bundeskanzler: “Über all diese Fragen wird gegenwärtig verhandelt, aber öffentlich darüber zu spekulieren, machten diese schwierigen Verhandlungen noch komplizierter als sie ohnehin schon sind, deshalb tue ich das nicht.”

Olena Selenska über den Krieg: “Als würde ich ein Computerspiel spielen”

17.13 Uhr: Als Frau des ukrainischen Präsidenten gilt sie als Ziel Nummer zwei des russischen Angriffs – gleich nach Selenskyj selbst. In einem Interview spricht Selenska von ihrer Flucht und den langen Tagen danach. Mehr dazu lesen Sie hier. Olena Selenska, First Lady der Ukraine: Mittlerweile befindet sie sich wieder in Kiew. (Quelle: Ukrainian Presidential/imago-images-bilder)

Union setzt Scholz bei Lieferung schwerer Waffen unter Druck

16.50 Uhr: Die Union setzt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wegen dessen Zögerns bei der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine weiter unter Druck. Anlässlich der für Mittwoch geplanten Regierungserklärung von Scholz im Bundestag wollen CDU und CSU einen Antrag einbringen, der laut Medienberichten konkret die umgehende Lieferung von Marder-Schützenpanzern sowie von Berge- und Pionierpanzern fordert. “Sonst gibt es bald keine Ukraine mehr”, warnte Fraktionsvize Johann Wadephul.Über den Antrag berichteten am Wochenende zuerst die “Welt am Sonntag” und der Berliner “Tagesspiegel”. Ziel sei die Lieferung gepanzerter Waffensysteme für die Ukraine, “die schnell zur Verfügung stehen”, sagte Wadephul dem “Tagesspiegel”. Er kritisierte, Deutschland bleibe in Hinsicht auf die Lieferung schwerer Waffen “hinter allen Erwartungen zurück” und erfülle auch nicht die Vorgaben des gemeinsamen Entschlusses von Ampel und Union dazu vom April.”Deshalb können wir dem Kanzler nicht ersparen, diese Diskussion im Bundestag noch einmal zu führen”, sagte der CDU-Politiker. “Wir messen ihn an Taten, nicht an Worten.” Wadephul kritisierte, der Rüstungskonzern Rheinmetall müsse seine Marder-Panzer “schon fast wie Sauerbier anbieten, weil das Kanzleramt für ihre Ausfuhr keine Genehmigung erteilt”.

Selenskyj besucht Kriegsfront in Mykolaiv

14.50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offiziellen Angaben nach eine weitere Frontregion besucht – Mykolaiv im Süden des Landes. Auf einem am Samstag erschienenen Video in seinem Telegram-Kanal ist zu sehen, wie Selenskyj Ruinen in der Stadt in Augenschein nimmt und nach einer Lagebesprechung Orden verteilt.Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine: Es war nicht sein erster Besuch an der Front. (Quelle: Ukrainian Presidential Press Service/Reuters-bilder)Er habe an einem Treffen zu wichtigen Themen in der Region teilgenommen. “Wir haben den Zustand der Wirtschaft, die Wiederherstellung der Wasserversorgung und die Situation in der Landwirtschaft besprochen. Besonderes Augenmerk wurde auf Bedrohungen von Land und Meer gelegt”, heißt es in der Beschreibung des Videos.Unter anderem ist zu sehen, wie Selenskyj den Militärgouverneur des Gebiets Mykolaiv, Witali Kim, und den Bürgermeister Olexander Senkewitsch mit Orden auszeichnet. Kurz nach Kriegsbeginn hatten russische Truppen bei Cherson den Fluss Dnipro überschritten. In der Zeit schien auch das benachbarte Mykolaiv kurz vor dem Fall. Doch die ukrainischen Truppen konnten den russischen Vormarsch stoppen und teilweise sogar zurückdrängen. Derzeit laufen die Kämpfe entlang der Gebietsgrenzen zwischen Cherson und Mykolaiv.

Behörden: Raketen sind in Krywji Rih eingeschlagen

12.47 Uhr: In der Stadt Krywji Rih im Zentrum der Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden Raketen eingeschlagen. Es gebe mindestens zwei Opfer, teilen die Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Es sei ein Bezirk im Süden der Stadt getroffen worden. Krywji Rih liegt in der Region Dnipropetrowsk.

Scholz sichert Ukraine weitere Hilfen zu

11.07 Uhr: Wenige Tage nach seiner Kiew-Reise hat Olaf Scholz der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt – finanziell und militärisch. Auch in Brüssel wolle er sich für das Land starkmachen. Lesen Sie hier mehr dazu.Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): In dem Videoformat “Kanzler kompakt” will er sich künftig einmal wöchentlich zu bestimmten Themen äußern. (Quelle: Michael Kappeler/dpa-bilder)

London: Schwierige Lage für ukrainische Zivilisten in Sjewjerodonezk

10.10 Uhr: Zivilisten in der schwer umkämpften ukrainischen Stadt Sjewjerodonezk müssen nach Einschätzung britischer Geheimdienstexperten sehr schwierige Abwägungen treffen. Einerseits gebe es angesichts zerstörter Brücken außer den von Russland und seinen Verbündeten einseitig ausgegebenen humanitären Korridoren kaum Wege, um aus der Stadt zu kommen.Andererseits habe Moskau schon in früheren Fällen in der Ukraine und auch in Syrien solche Korridore als Mittel missbraucht, um sich Vorteile auf dem Schlachtfeld zu verschaffen und Menschen zwangsweise umzusiedeln, hieß es in einer Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums am Samstag.Russlands vorgeschlagene Route würde die Menschen in Richtung des Orts Swatowe führen, weiter in das von Russland besetzte Gebiet, so die britischen Experten. Sie warnten jedoch: “Wenn eingeschlossene Zivilisten das Angebot ablehnen, durch einen Korridor hinauszugehen, wird Russland das wahrscheinlich als Rechtfertigung nehmen, um weniger Unterschied zwischen ihnen und irgendwelchen militärischen ukrainischen Zielen zu machen.”Nach Einschätzung der Briten haben russische Truppen in den vergangenen 48 Stunden erneut versucht, südlich von Isjum vorzustoßen, um den Kessel von Sjewjerodonezk vom Norden her einzukreisen.

Russische Medien führen in Ukraine gefangene US-Soldaten vor

9.09 Uhr: Russische Medien haben zwei in der ukrainischen Armee kämpfende und von moskautreuen Truppen gefangen genommene US-Soldaten vorgeführt. Er habe der westlichen “Propaganda” von den “schlechten Russen” geglaubt und sei deswegen in den Krieg gezogen, rechtfertigte sich einer der Männer im Interview mit der kremlnahen Zeitung “Iswestija”, das das Blatt am Freitag auf seinem Telegram-Kanal zeigte. “In den westlichen Medien wird uns nicht gesagt, wie inkompetent und korrupt die ukrainische Armee ist”, sagte er.Der zweite Gefangene trat beim Kremlsender RT auf. Er übermittelte nur einen Gruß an seine Mutter und sprach von der Hoffnung, nach Hause zurückkehren zu dürfen. Beide Soldaten stammen laut den russischen Medien aus dem US-Bundesstaat Alabama und sollen in der Nähe von Charkiw gefangen genommen worden sein.Die beiden Soldaten sollen als Freiwillige an der Seite der ukrainischen Armee gekämpft haben. Huynh sagte in dem von RT veröffentlichten Video, er und Drueke hätten sich während der Gefechte in der Region Charkiw zurückgezogen und mehrere Stunden lang versteckt, bevor sie sich schließlich der russischen Armee ergeben hätten. Unklar sind die Umstände, unter denen die Interviews aufgenommen wurden und ob Druck auf die Gefangenen ausgeübt wurde. Ein ukrainischer Soldat in Donezk (Archivbild): Zwei US-Soldaten wurden im Krieg gefangen genommen und im russischen TV vorgeführt. (Quelle: Agencia EFE/imago-images-bilder)

BKA: Hunderte Hinweise auf russische Kriegsverbrechen

7.02 Uhr: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben mehrere hundert Hinweise auf Kriegsverbrechen russischer Soldaten in der Ukraine. “Bisher haben wir eine dreistellige Zahl von Hinweisen erhalten”, sagt BKA-Präsident Holger Münch der “Welt am Sonntag” laut Vorabbericht. Ermittelt werde nicht nur zu Tätern von Kriegsverbrechen, sondern auch zu den dafür militärisch und politisch Verantwortlichen.”Unser klares Ziel ist es, die für Gräueltaten Verantwortlichen zu identifizieren, ihre Taten durch unsere Ermittlungen nachzuweisen und sie vor ein Gericht zu stellen.” Das BKA gehe allen Spuren nach, suche Hinweisgeber und sammele Beweise. “Damit bereiten wir uns auf mögliche Anklagen gegen Personen, die mutmaßlich Verantwortung für Kriegsverbrechen in der Ukraine tragen, in Deutschland vor.” Nach dem Weltrechtsprinzip können Kriegsverbrecher auch in Deutschland vor Gericht gestellt werden.Bestattungen in Butscha: In der ukrainischen Stadt sollen russische Truppen Massaker angerichtet haben. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)

Ukraine meldet Versenkung eines russischen Schleppers

7 Uhr: Der von ukrainischen Raketen getroffene Schlepper der russischen Schwarzmeerflotte ist nach ukrainischen Behördenangaben gesunken. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Nacht im Überblick

Polen fordert weitere Sanktionen gehen Russland

4.10 Uhr: Polen fordert weitere Strafmaßnahmen gegen Russland, um Moskau im Ukraine-Krieg zum Einlenken zu bewegen. “Es geht darum, die Sanktionen auszuweiten. Aus unserer Sicht muss ein siebtes Sanktionspaket so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden. Wir müssen den Druck aufrechterhalten”, sagte der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Lukasz Jasina, der “Welt am Sonntag” vor dem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Luxemburg. “Wir gehen damit voran, wir genießen die Unterstützung unserer baltischen Partner und hoffen, dass auch die übrigen Europäer härteren Sanktionen gegen Russland zustimmen werden.”

Rumänien ächzt unter Getreidetransporten

2.55 Uhr: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat das benachbarte EU-Land Rumänien mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, als Ausweichroute für den Export von ukrainischem Getreide zu dienen. Wegen der mangelhaften Transport-Infrastruktur hat Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis jüngst dieses Problem als “logistische Herausforderung von epischem Ausmaß” bezeichnet. Florin Goidea, Generaldirektor des größten rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta, sah im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur keine schnelle Lösung. Mühsam sind schon allein die Transportwege aus der Ukraine bis nach Constanta. “Mehr als 80 Prozent des ankommenden ukrainischen Getreides erreicht unseren Hafen auf kleinen Frachtschiffen über die Donau”, sagt Goidea.

Barley warnt vor überstürzten EU-Aufnahme der Ukraine

2.30 Uhr: Die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Katarina Barley (SPD), hat vor einer unüberlegten Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union gewarnt. “Überstürzte Beitritte darf es nicht geben”, sagte Barley der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Samstag). “Wer einmal in der EU ist, kann nicht ausgeschlossen werden.” Es sei daher “umso wichtiger”, dass die Beitrittskriterien von Kiew “voll und ganz erfüllt werden”.Als Negativbeispiel nannte Barley das 2004 der EU beigetretene Ungarn, das die Rechtsstaatlichkeit “systematisch” aushöhle.

Offenbar Probleme bei US-Drohnenlieferungen an Ukraine

1.15 Uhr: Der Plan der US-Regierung, vier waffentaugliche Drohnen an die Ukraine zu verkaufen, ist Insidern zufolge erst einmal gestoppt. Man befürchtet, dass die hochentwickelte Überwachungsausrüstung in feindliche Hände fallen könnte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufng auf Quellen in der US-Regierung.”Technologische Sicherheitsüberprüfungen sind ein Standardverfahren für den Transfer von US-Verteidigungsartikeln an alle internationalen Partner. Durch den etablierten Prozess werden nationale Sicherheitsbedenken an die zuständige Genehmigungsbehörde weitergeleitet”, sagt Pentagon-Sprecherin Sue Gough. Die Entscheidung, ob das Geschäft fortgesetzt werden soll oder nicht, wird nun auf höherer Ebene im Pentagon geprüft. Der Zeitpunkt einer Entscheidung ist ungewiss, sagte der Nachrichtenagentur ein US-Beamter unter der Bedingung der Anonymität.Eine Drohne der US-Armee (Archivbild): Offenbar gibt es Sicherheitsbedenken bei Lieferungen an die Ukraine. (Quelle: Stocktrek Images/imago-images-bilder)

Regionalchef fordert Bewohner von Cherson zur Evakuierung auf

1.10 Uhr: Der Chef der Regionalverwaltung, Alexander Samoilenko, fordert Bewohner von Cherson auf, das Gebiet zu verlassen, berichtet die Nachrichtenseite Ukrinform. Damit wolle er dem ukrainischen Militär mehr Raum für Offensiven geben. Er wolle eine komplette Zerstörung der Stadt durch russische Angriffe wie in Mariupol vermeiden, sagte er in einem Interview. Derzeit könne man nur in die von Russland besetzte Krim gelangen.”Wenn jemand sein Leben uns seine Familie retten kann, soll er gehen”. Schwierig sei die Flucht für Offizielle – russische Soldaten durchsuchen offenbar alle Flüchtlinge. Er berichtete auch über Minen in der Region, die die russischen Angreifer offenbar haben umgehen können. “Etwa 3.000 Minen liegen da”

Bericht: Deutscher Luftwaffeninspekteur mahnt Atomschläge an

0.20 Uhr: Der Inspekteur der Luftwaffe, General Ingo Gerhartz, mahnt einem Medienbericht zufolge die Nato-Staaten, im Ernstfall auch Atomwaffen einzusetzen. Wie “Bild” (Samstag) berichtet, sprach sich Gerhartz beim Kiel International Seapower Symposium dafür aus, den Einsatz von Nuklearwaffen nicht auszuschließen. “Für eine glaubhafte Abschreckung brauchen wir sowohl die Mittel als auch den politischen Willen, die nukleare Abschreckung nötigenfalls umzusetzen”, zitiert das Blatt den General. Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, bei einer Rede (Archivbild): In Kiel trat er bei einer Militärtagung ans Rednerpult. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Ukraine-General: Große Verluste bei der Ausrüstung

0.10 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach Angaben eines ranghohen Generals seit Beginn des russischen Angriffskriegs hohe materielle Verluste erlitten. “Bis heute haben wir infolge aktiver Gefechte schätzungsweise 30 bis 40, manchmal bis zu 50 Prozent Verluste bei der Ausrüstung”, sagte der Brigadegeneral Wolodymyr Karpenko dem US-Magazin “National Defense”. “Schätzungsweise 1.300 Infanterie-Kampffahrzeuge, 400 Panzer und 700 Artilleriesysteme wurden verloren.”Die Kämpfe in dem Krieg konzentrieren sich derzeit auf die ostukrainische Donbass-Region. Dramatisch ist die Lage vor allem in der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk in der Region Luhansk, wo die russische Armee am Freitag erneut das Asot-Chemiewerk bombardierte. In dem Fabrikgelände befinden sich nach ukrainischen Angaben mehr als 560 Zivilisten, darunter 38 Kinder.

17. Juni

Selenskyj: Ukraine-Beitritt ein Gewinn für die EU

23.55 Uhr: Ein Beitritt der Ukraine wäre nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Gewinn für die Europäische Union. “Unsere Annäherung an die Europäische Union ist nicht nur für uns positiv”, sagte er in seiner Videoansprache vom Freitagabend in Kiew. “Das ist der größte Beitrag zur Zukunft Europas seit vielen Jahren.” Nur mit der Ukraine werde die EU in Zukunft ihre Macht, Selbstständigkeit und Entwicklung sichern können, sagte er.

Ukrainische Truppen erobern angeblich Dorf im Osten zurück

21.52 Uhr: Ukrainische Truppen haben nach Angaben ihrer Militärführung ein Dorf im umkämpften Osten des Landes von russischen Truppen zurückerobert. Der Generalstab nannte am Freitagabend das Dorf Dmytriwka bei Isjum im Gebiet Charkiw. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.Zunächst hatte der Vorstoß über die Stadt Isjum hinaus die russischen Angreifer bis weit in den Rückraum der ukrainischen Verteidiger des Donbass geführt. Westliche Quellen wie das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) verzeichneten aber am Donnerstag für die Region Isjum erfolgreiche ukrainische Gegenangriffe.In der östlichsten Stadt der Frontlinie, Sjewjerodonezk im Gebiet Luhansk, war den ukrainischen Angaben nach weiter jede Straße umkämpft. Die Stadt und ihre Umgebung liege unter schwerem Artilleriefeuer. In Bunkern unter dem Chemiewerk Azot in Sjewjerodonezk sollen sich Berichten zufolge noch mehrere Hundert Zivilisten aufhalten.Beschädigte Gebäude in Isjum (Archiv): Ein Dorf in der Nähe wurde nach Angaben der Ukraine zurückerobert. (Quelle: RIA/imago-images-bilder)

Merz über Scholz’ Kiew-Reise: Keine Waffen und zu wenig Konkretes

19.41 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz vorgeworfen, der Ukraine bei seinem Besuch in Kiew zu wenig konkrete Zusagen gemacht zu haben: nicht mehr Waffen und keine Unterstützung für einen Sieg des Landes. “Es macht keinen Sinn, einem Land wie der Ukraine den Beitrittsstatus und den Kandidatenstatus (für die EU) zu geben, wenn das Land als Ganzes in seiner Existenz gefährdet ist”, sagte Merz dem Fernsehsender Welt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Scholz: Waffenlieferungen an die Ukraine kommen rechtzeitig an

19.31 Uhr: Die von Deutschland zugesagten Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine werden nach Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) rechtzeitig eintreffen, um das angegriffene Land im Kampf um den Donbass zu unterstützen. “Sie werden rechtzeitig ankommen”, sagte Scholz am Freitag in einem auf Englisch geführten TV-Interview der Deutschen Presse-Agentur auf eine entsprechende Frage.Die Industrie arbeite daran, dass die Waffen geliefert werden könnten. Es sei aber essenziell, dass ukrainische Soldaten an den modernen Systemen trainiert würden, so Scholz. “Ohne das Training kann man die Waffen nicht benutzen.”

Russische Medien: US-Bürger in Kämpfen gefangengenommen

19.30 Uhr: Nach Angaben russischer Medien sind zwei US-Bürger im Kampf für die Ukraine gefangengenommen worden. Die Zeitung “Iswestija” veröffentlicht ein Video, das einen 27-Jährigen aus Hartselle in Alabama zeigen soll. Der Sender RT veröffentlicht ein Bild, das einen 39-Jährigen aus Tuscaloosa im selben Bundesstaat zeigen soll.

Scholz: “Es ist absolut notwendig, mit Putin zu sprechen”

19.13 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt und weitere angekündigt. “Es ist absolut notwendig, mit Putin zu sprechen”, sagte Scholz am Freitag in einem auf Englisch geführten TV-Interview der Deutschen Presse-Agentur. “Ich werde dies auch weiterhin tun, ebenso wie der französische Präsident.” Es sei notwendig, dass einige Länder und einige Führungspersönlichkeiten mit Putin sprechen.Es sei auch nötig, dass diese Gespräche mit dem russischen Präsidenten klar seien. “Ich sage zum Beispiel dieselben Dinge, die ich Ihnen sage”, sagte Scholz an die Reporterin, mit Blick auf Putin: “Verstehen Sie bitte, dass es keinen Diktatfrieden geben wird. Und wenn Sie glauben, Sie könnten Land rauben und dann hoffen, dass sich die Zeiten ändern und Dinge wieder normal werden, dann ist es ein Irrtum.” Er fordere Putin auch auf, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen und eine Vereinbarung mit der Ukraine zu erzielen, die akzeptabel und richtig für die Ukraine sei, sagte Scholz.Der Kanzler hatte nach Kriegsbeginn mehrmals mit Putin telefoniert, nach Bekanntwerden der Massaker an Zivilisten in der Ukraine aber eine mehrwöchige Pause eingelegt. Auch Macron hat mehrfach mit Putin telefoniert. Am Donnerstag hatte Macron in einem Interview auch erklärt, dass er unter Bedingungen zu einem Treffen mit Putin in Moskau bereit sei: “Ich denke, dass eine Reise nach Russland heute Vorbedingungen voraussetzt, das heißt Gesten von Präsident Putin, ich werde dort nicht einfach so hinfahren.”Olaf Scholz (Archiv): Er sage dem russischen Präsidenten “dieselben Dinge, die ich Ihnen sage”. (Quelle: Jochen Eckel/imago-images-bilder)

Putin: Haben nichts gegen einen EU-Beitritt der Ukraine

18.36 Uhr: Russland hat nach Aussage von Präsident Wladimir Putin keine Einwände gegen einen EU–Beitritt der Ukraine. “Wir haben nichts dagegen”, sagt er auf einem Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Die EU sei keine militärische Organisation. “Jedes Land hat das Recht, Wirtschaftsgemeinschaften beizutreten.” Mehr zu Putins Rede lesen Sie hier.

Nach Gefangennahmen: Biden warnt vor Reisen in die Ukraine

18.19 Uhr: Nach der möglichen Gefangennahme von mindestens zwei freiwilligen US-Kämpfern durch die russische Armee in der Ukraine hat Präsident Joe Biden eindringlich davor gewarnt, in das Kriegsland zu reisen. “Amerikaner sollten nicht in die Ukraine gehen”, sagte Biden am Freitag in Washington. Er sei über die in der Ukraine vermissten US-Bürger “unterrichtet” worden, wisse aber nicht, wo sie sich befänden.Berichten zufolge waren in der vergangenen Woche zwei als freiwillige Kämpfer in die Ukraine gereiste US-Bürger in russische Gefangenschaft geraten. Nach Angaben ihrer Familien sowie von Parlamentariern waren die US-Veteranen Alexander Drueke und Andy Huynh zuletzt an Gefechten nördlich der ukrainischen Stadt Charkiw beteiligt. Inzwischen gilt auch ein dritter US-Bürger vermisst.Die Biden-Regierung hat US-Bürger bereits wiederholt aufgerufen, nicht als freiwillige Kämpfer in die Ukraine zu reisen. “Wenn Sie die Ukraine unterstützen wollen, können Sie das auf viele andere Arten tun”, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Mittwoch.

Merkel über Putin: “Versuche haben nichts mehr bewirkt”

18.10 Uhr: Die ehemalige Bundeskanzlerin meldet sich zu Wort: In einem Interview spricht sie auch über den russischen Angriffskrieg. Langfristig schließt sie eine Vermittlerrolle nicht aus, doch die Frage stelle sich “derzeit” nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.Ehemalige Kanzlerin Angela Merkel (Archiv): Hat Putin bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Amt gewartet? (Quelle: Belga/imago-images-bilder)

Überraschungsbesuch: Britischer Premier Johnson in Kiew

18.05 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hält sich derzeit in Kiew auf, teilt sein Sprecher mit. Selenskyj erklärt, er freue sich, den “großen Freund der Ukraine” wieder in Kiew zu sehen.Bei seinem Besuch sagt Johnson Selenskyj langfristige Hilfe zu. Man werde der Ukraine die notwendige “strategische Ausdauer” verschaffen, sagt der britische Premier in Kiew. Zudem werde man zusammenarbeiten, um das ukrainische Getreide frei zu bekommen, das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin “als Geisel” gehalten werde.Nach Angaben der britischen Regierung bat er Selenskyj außerdem ein “großes Ausbildungsprogramm für die ukrainischen Streitkräfte” an, das die Wende im Krieg gegen Russland bringen könne. Britische Kräfte könnten demnach “alle 120 Tage bis zu 10.000 (ukrainische) Soldaten ausbilden”.

Moskau: Bislang 2.000 ausländische Kämpfer getötet

15.55 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben in der Ukraine nach Moskauer Angaben bislang knapp 2.000 ausländische Kämpfer getötet. “Unsere Listen, Stand 17. Juni, umfassen Söldner und Waffenspezialisten aus insgesamt 64 Ländern”, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag. “Seit Beginn der militärischen Sonderoperation sind 6.956 in der Ukraine eingetroffen, 1.956 wurden bereits eliminiert, 1.779 sind wieder abgereist.”Das Ministerium veröffentlichte eine Liste mit der Zahl der angeblich in der Ukraine kämpfenden Ausländer, geordnet nach Nationalität. Demnach kommen die meisten von ihnen aus Polen, gefolgt von Rumänien und Großbritannien.Seit dem Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine am 24. Februar sind tausende ausländische Freiwillige vor allem aus Europa in die Ukraine gereist, um die Kiewer Streitkräfte zu unterstützen. Russland bezeichnet diese Kämpfer abwertend als “Söldner”, was impliziert, dass es ihnen vor allem ums Geld gehe.

Putin in Rede: “Blitzkrieg” gegen russische Wirtschaft ist gescheitert

15.35 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hält die Wirtschaft seines Landes trotz der westlichen Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs für robust. Der wirtschaftliche “Blitzkrieg” gegen Russland habe keine Chance auf Erfolg. Mehr dazu lesen Sie hier.Putin bei seiner Rede beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg: Der russische Präsident nutzte die Bühne, um den Westen verbal anzugreifen. (Quelle: Maxim Shemetov/Reuters-bilder)

Russisches Kriegsschiff dringt zweimal in dänische Gewässer ein

15.23 Uhr: Ein russisches Kriegsschiff ist in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm in dänische Gewässer eingedrungen. Die Korvette sei in der Nacht zum Freitag nördlich der Insel Christiansø bei Bornholm gleich zweimal in Hoheitsgewässer des Landes hineingefahren, teilte das dänische Verteidigungskommando mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Moskau kritisiert EU-Beitrittsperspektive für Ukraine als “Manipulation”

15.18 Uhr: Die russische Regierung hat der EU vorgeworfen, die Ukraine mit ihrem Angebot einer Beitrittsperspektive zu “manipulieren”. “Wir sehen, wie die westliche Gemeinschaft seit vielen Jahren diese Geschichte von einer Einbindung der Ukraine in ihre Integrationsstrukturen manipuliert”, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Freitag in Moskau laut russischen Nachrichtenagenturen. Der Ukraine gehe es jedoch “immer schlechter”.In der EU werde die Ukraine “keine strahlende Zukunft” haben, sagte Sacharowa weiter. Die europäischen Zusicherungen an die Ukraine seien eine “verlogene Botschaft, die in der Praxis nichts Gutes bringt”.

Gazprom drosselt Gaslieferungen für die Slowakei

14.58 Uhr: Der russische Energiekonzern Gazprom hat auch der Slowakei die Gaslieferungen stark gedrosselt. Das bestätigte der teilstaatliche slowakische Gasversorger SPP am Freitag der Nachrichtenagentur TASR. Mehr dazu lesen Sie hier.Ein Gazprom-Mitarbeiter in Russland (Symbolbild): Der Konzern hat seine Lieferungen an mehrere europäische Länder eingeschränkt. (Quelle: Kirill Kukhmar/TASS/imago-images-bilder)

Gouverneur: Viele Tote bei Angriffen auf Lysytschansk

14.43 Uhr: Bei schweren Bombardierungen der Stadt Lysytschansk sind nach Angaben des Gouverneurs der ostukrainischen Region Luhansk, Serhij Hajdaj, viele Menschen getötet worden. Die Zwillingsstadt Sjewjerodonezk auf der anderen Seite des Flusses Siwerskyj Donez sei nicht vollständig von Russen erobert worden. Es werde weiter in der Stadt gekämpft.

Kreml: Putins Auftritt verzögert sich wegen Hackerangriff

13.40 Uhr: Wegen eines Hackerangriffs auf das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg verzögert sich nach Angaben des Kremls die geplante Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es habe eine Attacke auf das Einlasssystem gegeben, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. Die für 13 Uhr MESZ geplante Rede wurde demnach um eine Stunde nach hinten verlegt.Der Auftritt Putins vor internationalem Publikum ist jedes Jahr der Höhepunkt des Wirtschaftstreffens, das in diesem Jahr den 25. Jahrestag begeht. Der Kreml hatte zuvor eine richtungsweisende Rede des Präsidenten angekündigt.Gäste müssen für den Zugang zum Gelände des Forums, das wie eine große Wirtschaftsmesse organisiert ist und Hunderte Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen bietet, einen speziellen Delegiertenpass haben. Nur wenn das Sicherheitssystem mit Computern und Bildschirmen funktioniert, werden die Gäste durchgelassen. Auf dieses System hat es laut Kreml nun einen Angriff von Hackern gegeben.Wladimir Putin: Der Kremlchef soll auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sprechen. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Selenskyj kündigt Visumspflicht für russische Staatsbürger an

13.38 Uhr: Die Ukraine wird wegen Russlands Angriffskrieg eine Visumspflicht für russische Staatsbürger einführen. Die Regelung trete am 1. Juli in Kraft, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die Ukraine müsse “den beispiellosen Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit, Souveränität und territorialen Integrität” entgegenwirken. Die Regierung soll demnach im Laufe des Tages einen entsprechenden formellen Beschluss fassen.

Gouverneur: Evakuierung aus Chemiewerk derzeit “unmöglich und gefährlich”

12.47 Uhr: Die Evakuierung des Asot-Chemiewerks in Sjewjerodonezk ist nach Angaben des ukrainischen Regionalgouverneurs Serhij Hajdaj erst nach einer “vollständigen Waffenruhe” möglich. Derzeit sei es wegen des fortwährenden Beschusses und der Kämpfe “unmöglich und gefährlich”, das Werk zu verlassen, erklärte Hajdaj am Freitag in Onlinenetzwerken. Laut Hajdaj haben 568 Menschen in der Fabrik Zuflucht gesucht, darunter 38 Kinder.Russland hatte der Ukraine am Mittwoch vorgeworfen, die Evakuierung von Zivilisten aus der Chemiefabrik verhindert zu haben. Moskau habe einen Korridor geschaffen, um Zivilisten aus der Asot-Fabrik in Sicherheit zu bringen. Die ukrainischen Kräfte hätten die Feuerpause aber “mehrfach” gebrochen, hieß es.Sjewjerodonezk ist die größte Stadt in der Region Luhansk, die sich noch unter ukrainischer Kontrolle befindet. Sie wird seit Wochen von russischen Truppen bombardiert. Laut Hajdaj sind noch rund 10.000 Zivilisten in der Stadt, die zum Großteil von russischen Einheiten kontrolliert wird.

Russland schaut auf möglichen EU-Beitritt der Ukraine

12.37 Uhr: Die Bemühungen der Ukraine um einen Beitritt zur EU werden von der russischen Führung nach eigenen Angaben genau beobachtet. Das Thema “bedarf unserer erhöhten Aufmerksamkeit, weil wir uns alle der Intensivierung der Diskussionen in Europa über die Stärkung der Verteidigungskomponente in der EU bewusst sind”, sagt der russische Präsidialamtssprecher, Dmitri Peskow, vor der Presse.Die Ukraine ist nach Angaben des Präsidialamtes in Kiew dankbar für den Vorschlag der EU-Kommission, ihr den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Nun werde erwartet, dass die EU-Staats- und Regierungschefs dem zustimmen, erklärt das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Kommission empfiehlt Status der Ukraine als EU-Beitrittskandidat

12.08 Uhr: Die EU-Kommission plädiert nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür, der Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Mehr dazu lesen Sie hier.Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission: Sie will den Aufnahmeprozess an Bedingungen knüpfen. (Quelle: Yves Herman/Reuters-bilder)

Kommt der ukrainische EU-Beitritt? An einem Knackpunkt kann alles scheitern

12.04 Uhr: Selenskyj will in die EU, unbedingt und möglichst schnell. Doch die Staats- und Regierungschefs bremsen: Der Prozess ist langwierig und kompliziert. Dennoch steht ein wichtiger Etappensieg an – wenn alles glattgeht. Hier lesen Sie mehr.

Nahaufnahmen zeigen erbitterten Häuserkampf

12.02 Uhr: Seit Wochen ist die Stadt Sjewjerodonezk Schauplatz schwerer Gefechte. Aufnahmen von vor Ort zeigen nun, wie erbittert die Ukrainer ihr Land verteidigen. (Quelle: t-online – Social – Reuters)

Frankreich erhält kein russisches Gas mehr über Pipelines

11.42 Uhr: Lieferstopp für Frankreich: Aufgrund der Unterbrechung und Drosselungen erreicht Frankreich über Pipelines kein Gas mehr aus Russland. Auch Italien erhält noch weniger Gas als vereinbart. Hier lesen Sie mehr.

Ukraine trifft wohl russisches Marineschiff mit Raketen

9.37 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Behördenangaben einen Schlepper der russischen Marine im Schwarzen Meer mit Raketen getroffen. Das Schiff “Wassili Beg” sei mit Soldaten, Waffen und Munition auf dem Weg zu der von Russland besetzten Schlangeninsel südlich der Region Odessa gewesen, teilt Regionalgouverneur Maxym Martschenko mit. Überprüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht. Auch ob das Schiff gesunken ist, war zunächst unklar.

Chemiefabrik in Sjewjerodonezk wohl komplett zerstört

9 Uhr: Die Chemiefabrik Azot im schwer umkämpften Verwaltungszentrum Sjewjerodonezk ist nach ukrainischen Angaben durch den russischen Artillerie- und Raketenbeschuss fast vollständig zerstört. Zuletzt seien durch den Beschuss ein Gebäude und das Pförtnerhaus zerstört worden. “Es gibt insgesamt auf dem Territorium des Chemiegiganten keine erhalten gebliebenen Verwaltungsgebäude mehr”, schrieb der Militärgouverneur der ostukrainischen Region Luhansk, Serhij Hajdaj, auf seinem Telegram-Kanal. Die Kämpfe um die Stadt würden aber weiter gehen.Ähnlich Aussagen machte der Generalstab in seinem Lagebericht: “Die Kämpfe um die völlige Kontrolle über Sjewjerodonezk halten an”, heißt es da. Der Gegner verlege weitere Raketenartillerie in das Gebiet. Generalstab und Hajdaj meldeten übereinstimmend die Abwehr eines Bodenangriffs auf den Sjewjerodonezker Vorort Solote.Die russischen Truppen haben inzwischen alle Wohnviertel in Sjewjerodonezk eingenommen, die ukrainischen Verteidiger haben sich in der Industriezone rund um das Chemiewerk verschanzt. Evakuierungsversuche von Zivilisten, die ebenfalls in der Anlage ausharren sollen, sind bislang gescheitert.

Österreichs Außenminister über EU-Gipfel: “Nicht kleckern, sondern klotzen”

8.55 Uhr: Der österreichische Außenminister Andreas Schallenberg hat im Konflikt mit Russland vor einer einseitigen Fokussierung auf die Ukraine gewarnt. “Man muss der Ukraine signalisieren: Sie sind Teil Europas, sie müssen in der europäischen Familie verankert werden. Aber wir dürfen bitte nicht in einen geostrategischen Tunnelblick verfallen”, sagte der Politiker der Österreichischen Volkspartei im Deutschlandfunk. Die EU-Kommission will an diesem Freitag eine Empfehlung abgeben, ob die Ukraine nach dem russischen Überfall den Status eines Beitrittskandidaten bekommt. Nächste Woche beraten darüber die Staats- und Regierungschefs der EU.Schallenberg forderte die anderen EU-Länder auf, beim Gipfel dann auch an Länder wie Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien klare Signale zu senden. “Wir sollten geostrategisch bei diesem Gipfel, der kommt, nicht kleckern, sondern klotzen, die Verantwortung wahrnehmen und zur Kenntnis nehmen, dass Russland leider Gottes Potenzial zur Destabilisierung hat – nicht nur im Osten Europas, sondern auch im Südosten.” Albanien und Nordmazedonien sind bereits Beitrittskandidaten. Auch Bosnien-Herzegowina strebt in die EU, hat den Kandidaten-Status aber noch nicht.

Lawrow: “Aufnahme der Ukraine in die Nato ist ein krimineller Akt”

8.40 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat seit Beginn der Invasion in die Ukraine nur selten mit westlichen Medien gesprochen. Nun gab er der britischen BBC jedoch ein Interview – und verbreitete erneut unwahre Aussagen. “Wir sind nicht in die Ukraine einmarschiert”, sagte Lawrow. “Wir haben eine spezielle Militäroperation ausgerufen, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, dem Westen zu erklären, dass die Aufnahme der Ukraine in die Nato ein krimineller Akt ist.” Die russische Regierung nennt den Krieg lediglich eine “militärische Spezialoperation” und wiederholt immer wieder, sich zu dem Angriff gezwungen gesehen zu haben – “zum Schutz unserer Leute vor einem Genozid und auch zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine”. Für die Behauptungen gibt es allerdings keine Belege. Die Ukraine strebt bereits seit mehreren Jahren einen Nato-Beitritt an. Russland hatte vor Beginn des Angriffskrieges schriftliche Garantien von der Nato gefordert, dass sie das Land nicht in ihr Militärbündnis aufnimmt. Diese Forderung wurde jedoch abgelehnt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow leugnet den Einmarsch in die Ukraine. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Nach Ukraine-Besuch: Kanzler Scholz wieder in Polen angekommen

8.36 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat seinen Aufenthalt in der von Russland angegriffenen Ukraine beendet. Der SPD-Politiker traf am Freitagmorgen mit einem Zug im polnischen Przemysl ein.Die vier EU-Staats- und Regierungschefs versicherten der Ukraine ihre Solidarität und machten sich dafür stark, dem Land den EU-Beitrittskandidatenstatus zuzusprechen.Scholz und Macron verabschieden sich in Polen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Experte: “Russland hat Krieg strategisch verloren”

7.16 Uhr: Zehntausende russische Soldaten sollen im Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits gestorben sein. Tag für Tag gibt es mehr Tote. Der britische Generalstabschef ist sich sicher: “Russland ist dabei zu scheitern.” Lesen Sie hier mehr dazu.

Überblick über die Nacht

Russische Einheiten in Sjewjerodonezk (Archivbild): In der Region Luhansk gibt es weiterhin schwere Kämpfe. (Quelle: Alexander Reka/imago-images-bilder)

Putin sieht Russland auf Erfolgskurs

5.40 Uhr: Trotz beispielloser westlicher Sanktionen gegen Russland sieht Kremlchef Wladimir Putin die Rohstoffgroßmacht auf einem Erfolgskurs. Die 20er-Jahre sollten zu einer Zeit der “Festigung der wirtschaftlichen Souveränität für Russland” werden, schrieb Putin in einem Grußwort an die Teilnehmer des 25. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums. An diesem Freitag will der russische Präsident dort erklären, wie es angesichts der Sanktionen, die der Westen wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verhängt hat, weitergehen soll.”Das Jubiläumstreffen läuft in einer nicht einfachen Zeit für die Weltgemeinschaft”, meinte Putin. Der Westen sieht den 69-Jährigen verantwortlich für zahlreiche Krisen sowie die hohen Preise für Energie und Lebensmittel. Der Kremlchef wies das zurück: “Jahrelange Fehler der westlichen Staaten in der Wirtschaftspolitik und die unrechtmäßigen Sanktionen haben zu einer Welle der globalen Inflation geführt, zur Zerstörung gewohnter Liefer- und Produktionsketten und zu einem starken Anstieg der Armut und zum Defizit bei Lebensmitteln.”Wladimir Putin bei einer Rede in einer Fabrik (Archivbild): Der russische Präsident wirft dem Westen Fehler vor. (Quelle: Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/dpa-bilder)

Ukrainischer General: Weniger Angriffe in der Nacht

4.45 Uhr: Ein hochrangiger General beim ukrainischen Militärkommando sieht eine neue Taktik bei russischen Angriffen. So würde es nach Angaben von Generalbrigadier Oleksiy Gromov in der Nacht weniger Aktivitäten geben – sowohl was Angriffe als auch was Truppenbewegungen betrifft. Zuvor hätten die Angreifer sich in Bataillonstärke formiert. Nun würden kleinere Platoon-Gruppen, begleitet von Panzern, beobachtet. Russische Einheiten in Mariupol (Archivbild): Offenbar hat die Militärführung die Strategie verändert. (Quelle: Konstantin Mihalchevskiy/imago-images-bilder)

Institut: Russland zieht sich bei Cherson zurück

4.15 Uhr: Russische Streitkräfte führten nach Angaben des US-Instituts für Kriegsstudien nordwestlich von Slowjansk erfolglose Offensivoperationen durch. Ukrainische Streitkräfte hätten Berichten zufolge die Vorbereitungen für Gegenoffensiven westlich von Isyum wieder aufgenommen. Slowjansk gilt als eine weitere Schlüsselstadt im Osten der Ukraine. Russische und ukrainische Streitkräfte seien nahe Charkiw zusammengestoßen, ohne dass es nennenswerte Landgewinne gegeben habe. In Cherson hätten sich russische Truppen etwas zurückgezogen – wahrscheinlich in Erwartung ukrainischer Gegenoffensiven in der Region.

Scholz: Weg der Ukraine in EU wird lang – “Hier geht es um Hoffnung”

3.50 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Ukraine auf einen länger währenden Prozess bis zu einem EU-Beitritt eingestellt. Der Status eines Beitrittskandidaten bedeute, dass die Hoffnung auf dem Weg nach Europa für die Menschen der Ukraine konkret werde, sagte der SPD-Politiker im ZDF-“heute journal”. “Und das ist kein einfacher, sondern ein sehr voraussetzungsvoller Weg, der auch sehr lange Zeit in Anspruch nehmen kann”, machte Scholz deutlich. Hier lesen Sie mehr zu Scholz’ Fernsehauftritt am Donnerstagabend.

Donezk-Militär: Russische Truppen bekommen Hilfe aus Bevölkerung

3.30 Uhr: Nach Angaben der Nachrichtenplattform Ukrinform hat der Chef des Militärs in Donezk, Pavlo Kyrylenko, von Kollaborateuren gesprochen. Aus Reihen der Bevölkerung gebe es an die russischen Truppen Hinweise über mögliche Ziele. “Ich kann nicht verstehen, wie man zu Russland loyal sein kann”, sagte er. Der ukrainische Geheimdienst verfolge Verräter. Die Mehrheit der Bevölkerung in Donezk sehe auch ein, dass eine Evakuierung Menschenleben retten würde, so der Militärsprecher.

Ukraine: 26 russische Soldaten bei Angriff auf Lagerhaus getötet

3.10 Uhr: Das Kommando Ost der ukrainischen Streitkräfte berichtet auf Facebook von Kämpfen, bei denen 26 Soldaten getötet und mindestens eine Drohne und ein Transporter zerstört worden seien. Man habe auch ein Treibstoffdepot angegriffen.

Bericht: EU-Kommission für Kandidatenstatus von Ukraine und Moldau

3 Uhr: Die EU-Kommission wird sich aller Voraussicht nach für eine Vergabe des EU-Beitrittskandidatenstatus an die Ukraine und an Moldau aussprechen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in der Nacht aus Kommissionskreisen erfuhr, soll an diesem Freitag bei einer Sitzung unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine entsprechende Empfehlung für die Regierungen der 27 EU-Mitgliedstaaten beschlossen werden. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Dritter Amerikaner in Ukraine vermisst

2.30 Uhr: Nach Angaben des Sprechers des Außenministeriums, Ned Price, wird ein weiterer US-Staatsbürger in der Ukraine vermisst. Der US-Sender CNN berichtet, dass es sich um einen ehemaligen Angehörigen der Eliteeinheit Marines handeln soll. Er soll im April in Cherson stationiert gewesen sein. Berichten zufolge waren in der vergangenen Woche zunächst zwei als freiwillige Kämpfer in die Ukraine gereiste US-Bürger in russische Gefangenschaft geraten.Nach Angaben ihrer Familien sowie Kongress-Abgeordneten waren die früheren US-Soldaten Alexander Drueke und Andy Tai Huynh zuletzt an Gefechten nördlich der ukrainischen Stadt Charkiw beteiligt gewesen. Zur dritten Person machte Price keine weitere Angaben. Auf Telegram kursierte ein Foto, dass die beiden Männer in Gefangenschaft zeigen soll.

USA fordern von Russland Einhaltung von Genfer Konvention

1.55 Uhr: Die USA haben Russland dazu aufgerufen, ausländische Kämpfer in der ukrainischen Armee, die sich in der Gewalt der russischen Armee befinden, gemäß der Genfer Konventionen als Kriegsgefangene zu behandeln. Kriegsgefangene müssten “die Behandlung und den Schutz erfahren, die diesem Status angemessen sind, menschenwürdige Behandlung und Garantieren auf einen fairen Prozess eingeschlossen”, sagte US-Außenamtssprecher Ned Price am Donnerstag.

Kanada sucht nach Lösung für deutsche Gasturbine

1.10 Uhr: Kanada sucht gemeinsam mit Deutschland nach einer Lösung für eine dort gewartete Turbine vom Siemens Energy Konzern für die Nord Stream 1 Pipeline. “Die kanadische Regierung befindet sich in aktiven Gesprächen mit Deutschland über die fraglichen Turbinen, und wir arbeiten an einer Lösung”, sagt ein Sprecher des kanadischen Ministers für Naturressourcen in einer Erklärung.Der Elektrotechnik-Konzern Siemens Energy kann in Kanada überholte Gasturbinen derzeit wegen der Russland-Sanktionen nicht an die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 liefern. Der russische Gazprom-Konzern hatte zuvor erklärt, Verzögerungen bei der Reparatur von Gas-Kompressoren durch Siemens beschränkten derzeit die Kapazität der Ostsee-Pipeline. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht hingegen politischen Druck seitens Russlands als Grund für die verringerten Gaslieferungen.

Klitschko froh über EU-Zusagen

1.05 Uhr: Der Kiewer Oberbürgermeister Vitali Klitschko hat die Zusagen von Bundeskanzler Olaf Scholz und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron begrüßt, sich für einen EU-Beitrittskandidatenstatus der Ukraine stark zu machen. “Das ist eine sehr, sehr gute Nachricht. Wir freuen uns riesig”, sagte Klitschko am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Kiew. Es sei ein Traum der Ukraine, ein Teil der europäischen Familie zu sein. Dafür zahle die Ukraine mit dem Leben von Menschen. “Wir kämpfen für Freiheit, wir kämpfen für die demokratischen Werte, für die Zukunft unserer Kinder”, sagte der Oberbürgermeister.

Slowenien: Haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft

1 Uhr: Slowenien hat nach Angaben der Nachrichtenseite RTV der Ukraine 35 Transportfahrzeuge sowie Waffen, Munition und Ausrüstung geliefert. “Wir haben unser Arsenal ausgeschöpft”, wird Verteidigungsminister Marjan Šarec zitiert. Man könne aber ukrainische Soldaten weiter ausbilden, zum Beispiel beim Minenräumen.

Melnyk erwartet von Scholz Überzeugungsarbeit für EU-Beitritt

23.30 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, erwartet von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Überzeugungsarbeit in der EU für einen Kandidatenstatus des Landes. Die Ukraine hoffe, dass der Kanzler dafür sorge, dass die notwendige Einstimmigkeit beim EU-Gipfel erreicht werde, sagte Melnyk am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner”. “Da sind wir noch nicht über den Berg”, fügte der Diplomat hinzu. Hier lesen Sie mehr.

Ukraine nennt russische Krim-Brücke “Ziel Nummer 1”

22.16 Uhr: In ihrem Abwehrkampf gegen Russland sieht die Ukraine auch die wichtige russische Brücke auf die Halbinsel Krim als militärisches Ziel. Als eine Art Drohgebärde veröffentlichte der ukrainische Militärgeheimdienst eine angebliche offizielle russische Baubeschreibung der Brücke mit Details der Konstruktion. Die Echtheit des knapp 300 Seiten langen Dokuments war nicht sofort zu überprüfen.Tags zuvor hatte der ukrainische General Dmytro Martschenko gesagt, wenn die Ukraine die dafür notwendigen Waffen erhalte, sei die Zerstörung der Brücke “Ziel Nr. 1”. Schließlich rolle der russische Nachschub über die Brücke auf die Krim und von dort weiter in den Süden der Ukraine. Die mit Milliardenaufwand gebaute, 18 Kilometer Brücke über die Meerenge von Kertsch verbindet seit 2018 das russische Festland und die vier Jahre zuvor annektierte Halbinsel.Truppentransporte von der Krim nach Russland (Archivfoto, 16. Februar): Die Ukraine sieht die Brücke offenbar als militärisches Ziel. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Macron bei Gesten von Putin zu Reise nach Russland bereit

22.11 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist unter Bedingungen zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau bereit. “Ich denke, dass eine Reise nach Russland heute Vorbedingungen voraussetzt, das heißt Gesten von Präsident Putin, ich werde dort nicht einfach so hinfahren”, sagte Macron dem Sender TF1 in Kiew.Weiterhin werde er mit Putin über humanitäre Angelegenheiten, den Schutz von Gefangenen oder die Nahrungsmittelsicherheit sprechen, um eine Lösung zu finden, so Macron. “Und so schließe ich nichts aus, aber ich werde dies immer in Transparenz mit dem ukrainischen Präsidenten tun und wann immer es sinnvoll ist.”

Ukrainischer Außenminister: Worten müssen Taten folgen

21.53 Uhr: Nach dem Besuch von Kanzler Olaf Scholz in Kiew fordert der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba das Zugesagte umzusetzen. In den kommenden Wochen werde man erleben, “wie stark sich Deutschland tatsächlich engagiert”, sagt er der ARD laut redaktioneller Fassung. Auf die Frage, ob das Vertrauen zwischen Deutschland und der Ukraine wiederhergestellt sei, sagt Kuleba demnach, den “Worten, die uns heute entgegenschlugen, müssen Taten folgen. Wir hoffen, dass das auch passiert.”Dmytro Kuleba, Aussenminister der Ukraine: In den kommenden Wochen werde man erleben, “wie stark sich Deutschland tatsächlich engagiert”. (Quelle: Janine Schmitz/photothek.de/imago-images-bilder)

Ukrainische Truppen im Osten weiter unter schwerem Feuer

21.02 Uhr: Die ukrainischen Truppen im Osten des Landes liegen nach Angaben ihres Generalstabs weiter unter schwerem russischem Feuer mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern. In seinem Bericht für Donnerstagabend nannte das Militär die seit Tagen umkämpften Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk und deren Umgebung. An zwei anderen Stellen der Front sei es dagegen gelungen, ein Vorrücken des Feindes abzuwehren.Die Angaben waren zunächst nicht überprüfbar. Mit der Eroberung von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk würde Russland das gesamte ukrainische Gebiet Luhansk unter Kontrolle bringen. Dies ist eins der russischen Kriegsziele.

Scholz weist Melnyk-Forderungen nach Panzern zurück

20.50 Uhr: Kanzler Olaf Scholz hat Forderungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland nach Panzerlieferungen zurückgewiesen. Nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew sagt Scholz in der ARD, dass dies gar nicht das sei, was die Führung in Kiew gerade wolle. Der Wunsch des Präsidenten sei vielmehr mehr Artillerie für die Kämpfe im Osten des Landes gewesen und genau diese liefere Deutschland. Botschafter Andrej Melnyk hatte dagegen die Lieferung von 88 Leopard-1-Kampfpanzer und 100 Marder-Schützenpanzer gefordert.Scholz wies zudem Vermutungen zurück, westliche Staaten könnten die ukrainische Führung zu einem Friedensschluss mit Russland drängen. Die westlichen Sanktionen gegen Russland würden nicht aufgehoben, bevor es nicht zu einer fairen Vereinbarung Russlands mit der Ukraine komme. Nur die Ukraine selbst könne entscheiden, was aus ihrer Sicht fair sei. “Das wird niemand in Europa ihnen vorschreiben können und wollen”, fügt Scholz hinzu.

Insider: Macron ruft Nexter zu Geschütz-Herstellung auf

20.19 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einem Insider zufolge den Rüstungskonzern Nexter aufgefordert, die Produktion von Geschützen anzukurbeln. Macron habe vor seinem Besuch in Kiew das Unternehmen gebeten, die Weichen zu stellen für eine Produktion von “Caesar”–Geschützen im “Kriegsmodus”, wie eine Person aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums sagt. Diese sollten für die französische Armee gebaut worden.Macron sagte der Ukraine in Kiew zu, sechs weitere der Waffensysteme aus französischen Beständen zu übergeben zusätzlich zu zwölf bereits gelieferten. Die französische Armee verfügt insgesamt über weniger als 80 der Artillerie–Waffen.

Russische Truppen rücken vor: “Sie schicken ihre Leute in den Tod”

20.03 Uhr: Im Donbass liefern sich ukrainische und russische Truppen schwere Kämpfe. Russland rückt langsam, aber stetig weiter vor. Ukrainische Soldaten haben eine düstere Vermutung – und ein klares Ziel. Mehr dazu sehen Sie hier im Video.

Russische Schiffe bringen ukrainisches Getreide nach Syrien

19.28 Uhr: Der private US-Satellitenbetreiber Maxar teilt mit, Schiffe unter russischer Flagge hätten in den vergangenen Monaten Getreide aus der vergangenen Ernte-Saison nach Syrien transportiert. Die Ukraine wirft Russland vor, das Getreide in den eroberten Gebieten zu klauen.Zuvor hatte die Ukraine – weltweit viertgrößter Getreideexporteur – Russland immer wieder aufgefordert, den Weg für Getreide freizumachen, auf dem Schienenweg oder auch über die Häfen im Schwarzen Meer. Diese werden von der russischen Kriegsmarine blockiert. Zudem sollen russische Truppen gezielt Getreidefelder und -silos bombardieren und verminen. Ukrainischen Berechnungen zufolge hat die Landwirtschaft der Ukraine durch den russischen Angriffskrieg bislang Schäden von 4,3 Milliarden US-Dollar (4,1 Milliarden Euro) erlitten. Besonders Staaten in Nahost und in Afrika leiden unter den Lieferausfällen, die Preise sind seitdem stark gestiegen. Ein Frachter wird auf der Krim mit Getreide beladen: Die Ukraine wirft Russland vor, Getreide zu stehlen. (Quelle: Maxar Technologies)

EU-Beitrittskandidatenstatus für die Ukraine? Das sollten Sie dazu wissen

19.16 Uhr: Scholz will die Ukraine dabei unterstützen, Beitrittskandidat der Europäischen Union zu werden – und jetzt? Bis klar ist, ob das Land wirklich Teil des Staatenverbunds wird, kann es lange dauern. Einen Überblick über das Verfahren finden Sie hier.

Union will von Scholz “endlich eine klare Zusage”

18.46 Uhr: Nach dem Kiew-Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich die Union im Bundestag enttäuscht über das Ausbleiben konkreter Lieferzusagen für schwere Waffen gezeigt. Bei der Visite wäre es “höchste Zeit gewesen, endlich eine klare Zusage für die unmittelbare Lieferung schwerer Waffen zu geben”, sagte Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) der “Welt”. Weitere Reaktionen auf den Besuch des Kanzlers in Kiew finden Sie hier.

Da wäre selbst Che Guevara neidisch

17.43 Uhr: Eigentlich ist Wolodymyr Selenskyj Schauspieler, nun muss er die größte Rolle seines Lebens spielen: den Verteidiger der Ukraine. Und lässt dabei selbst Ikonen der Vergangenheit erblassen. Hier lesen Sie mehr dazu.

Scholz und Macron: Ukraine soll EU-Beitrittskandidat werden

16.11 Uhr: Gleich vier EU-Staats- und Regierungschefs sind in die Ukraine gereist – und machen Wolodymyr Selenskyj ein

Gouverneur: Drei Tote bei Luftangriff auf Lyssytschanks

15.46 Uhr: Bei einem Luftangriff auf ein Gebäude in der ostukrainischen Stadt Lyssytschanks sind nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk mindestens drei Menschen gestorben. Mindestens sieben weitere Menschen seien verletzt, teilte Serhij Gaidai auf Telegram mit. Lyssytschanks wird durch einen Fluss von der seit Tagen schwer umkämpften Stadt Sjewjerodonezk getrennt.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.Ältere Nachrichten lesen Sie hier, in dem vorherigen Newsblog zum Ukraine-Krieg.

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