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Ukraine-Krieg im Newsblog | Putin-Vertrauter warnt Westen vor Lieferung von Offensivwaffen

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Newsblog zum Ukraine-Krieg Putin-Vertrauter warnt Westen vor Lieferungen von “Offensivwaffen”

Von afp, dpa, reuters, t-onlineAktualisiert am 22.01.2023 – 17:23 UhrLesedauer: 59 Min.Begehrtes Kriegsgerät: Aufnahmen zeigen die Kampfkraft des Leopard II. (Quelle: t-online)Tag 334 seit Kriegsbeginn: Putin-Vertrauter Wolodin warnt den Westen vor der Lieferung von Offensivwaffen. Laut EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat Putin drei schwere Fehler begangen. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

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US-Politiker: Sollten Abrams schicken, damit Berlin Leoparden liefert

17.22 Uhr: US-Politiker drängen die eigene Regierung, Kampfpanzer des Typs M1 Abrams an die Ukraine zu liefern. Schon ein einziger davon würde ausreichen, um etwa Deutschland dazu zu bewegen, ebenfalls Kampfpanzer zu schicken, sagt der Republikaner Michael McCaul, der den Vorsitz im Auswärtigen Ausschusses des Repräsentantenhauses innehat, dem Sender ABC. Allein schon die Ankündigung einer solchen Lieferung würde ausreichen.Der demokratische Senator Chris Coons sagt ABC, sollte es erforderlich sein, einige Abrams zu schicken, um die Leopards aus Deutschland, Polen oder von anderen Verbündeten zu beschaffen, würde er das unterstützen. Er respektiere zwar, dass die US-Militärführung meine, Abrams hätten den gleichen Nutzen wie der Leopard, seien aber anspruchsvoller und teurer. Die USA müssten aber weiter mit ihren engen Verbündeten zusammenarbeiten und im Gleichschritt vorwärtsgehen.

Ukrainisches Verteidigungsministerium weist Korruptionsvorwürfe zurück

16.48 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Beschaffung von Lebensmitteln für das Militär zurückgewiesen. Die Verpflegung für die Soldaten sei gemäß “dem gesetzlich festgelegten Verfahren” gekauft worden, erklärte das Ministerium. Anderslautende Medienberichte seien “falsch”. Es werde eine Untersuchung eingeleitet wegen der Verbreitung dieser “irreführenden” Informationen, die den “Verteidigungsinteressen” der Ukraine schadeten.Am Samstag waren Berichte veröffentlicht worden, in denen das Verteidigungsministerium beschuldigt wurde, bei der Beschaffung von Lebensmitteln einen Vertrag zu Preisen abgeschlossen zu haben, die “zwei bis drei” Mal höher lagen als die üblichen Einkaufspreise. Mehr dazu lesen Sie hier.

Italien und Frankreich liefern Ukraine Flugabwehrsystem

12.38 Uhr: Italien und Frankreich werden der Ukraine nach Auskunft des italienischen Außenministers Antonio Tajani das Flugabwehrsystem Samp/T zur Verfügung stellen. “In Zusammenarbeit mit Frankreich sind wir dabei, die Lieferung von Samp/T zu finalisieren”, sagte Tajani der Zeitung “Corriere della Sera” (Sonntag). Er nannte zunächst keinen Zeitplan. Samp/T ist ein von Frankreich und Italien seit Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam entwickeltes Luftabwehrsystem. Es gilt als flexibel einsetzbar und effektiv für die Verteidigung gegen Flugzeuge und Raketen. Italien hat fünf Einheiten im Einsatz.

Duma-Sprecher warnt vor Lieferungen von “Offensivwaffen”

12.02 Uhr: Der Vorsitzende des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, warnt eindringlich davor, der Ukraine schwere Waffen zur Verfügung zu stellen. “Die Lieferung von Offensivwaffen an das Regime in Kiew wird zu einer globalen Katastrophe führen”, erklärt der Duma-Sprecher und enge Vertraute von Präsident Wladimir Putin auf dem Onlinedienst Telegram. Es drohe ein schrecklicher Krieg.Sollten die USA und die Nato Waffen liefern, mit denen zivile Städte angegriffen würden, und sollte es Eroberungsversuche geben, so werde das zu “Vergeltungsmaßnahmen mit stärkeren Waffen” führen. “Argumente, dass die Atommächte bisher keine Massenvernichtungswaffen in lokalen Konflikten eingesetzt haben, sind nicht haltbar. Denn diese Staaten waren nicht mit einer Situation konfrontiert, in der die Sicherheit ihrer Bürger und die territoriale Integrität des Landes bedroht waren.”

London: Russland hat Probleme bei Truppenaufstockung

10.14 Uhr: Russland wird die angekündigte deutliche Aufstockung seines Militärs nach britischer Einschätzung nur schwer umsetzen können. “Russland wird höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten haben, Personal und Ausrüstung für die geplante Erweiterung aufzutreiben”, teilte das Verteidigungsministerium in London am Sonntag in seinem täglichen Geheimdienst-Briefing mit.Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte vor Kurzem unter anderem angekündigt, die Truppenstärke von 1,15 auf 1,5 Millionen Soldaten erhöhen zu wollen. “Schoigus Pläne signalisieren, dass die russische Führung höchstwahrscheinlich davon ausgeht, dass eine verstärkte konventionelle militärische Bedrohung noch viele Jahre über den aktuellen Ukraine-Krieg hinaus bestehen wird”, hieß es in London.

Von der Leyen: “Putin hat drei schwere Fehler gemacht”

9.20 Uhr: Nach Ansicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russlands Präsident Wladimir Putin den Westen und die Ukraine falsch eingeschätzt. “Er hat drei schwere strategische Fehler gemacht”, sagte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk (DLF). Er habe die Widerstandsfähigkeit und die Tapferkeit der Ukrainer völlig unterschätzt. Zugleich habe er aber auch falsche Annahmen darüber getroffen, wie eng die EU an der Seite der Ukraine stehe. “Und Putin hat auch schwer unterschätzt, dass uns unsere Energieabhängigkeit von Russland nicht dazu verleitet, erpressbar zu sein.”

Darshan Shah
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