Ukraine-Krieg im Newsblog | Selenskyjs Stabschef: Ukraine muss Krieg bis Ende Herbst beenden

Selenskyj ruft zu Widerstand gegen russische Besetzer auf

0.10 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bewohner der von Russland besetzten Gebiete zum Widerstand aufgerufen. Sie sollten den ukrainischen Streitkräften über sichere Kanäle Informationen zum Feind oder über Kollaborateure übermitteln, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner allabendlichen Videoansprache.Der Staatschef äußerte auch die Erwartung, dass die russischen Besatzer bald die Flucht ergreifen. “Sie haben bereits das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist, aus Cherson und im Allgemeinen aus dem Süden unseres Landes zu fliehen. Es wird eine Zeit geben, in der sie aus dem Gebiet Charkiw, aus dem Donbass und von der Krim fliehen werden.”

Tschechien stimmt Natoerweiterung zu

22 Uhr: In Tschechien hat der Senat – das Oberhaus des Parlaments – die Norderweiterung der Nato praktisch einstimmig gebilligt. Wie die Nachrichtenagentur CTK berichtete, stimmten am Mittwoch in Prag alle 66 anwesenden Senatoren für den Beitritt Schwedens. Für den Beitritt Finnlands votierten 64 von 65 anwesenden Abgeordneten. Ein Senator enthielt sich der Stimme, begründete dies anschließend aber mit einem Irrtum.

Abschuss eines russischen Kampfjets gemeldet

21.04 Uhr: Die ukrainische Nationalgarde hat den Abschuss eines russischen Kampfjets gemeldet. Auf Facebook wurde ein Video geteilt, das zeigen soll, wie ein Kampfflugzeug des Typs Suchoi Su-25 beschossen wird. Nach Angaben der Nationalgarde flog die Maschine in Richtung Saporischschja. Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben nicht.

“Razoni” legt in der Türkei an – Offenbar neuer Käufer für Mais-Fracht gefunden

20.52 Uhr: Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter “Razoni”, der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen. Wie am Mittwochabend auf Ortungs-Websites zu sehen war, lief der Frachter in den Mittelmeerhafen von Mersin ein. Einem Medienbericht zufolge war zuvor ein neuer Käufer für die 26.000 Tonnen Mais an Bord gefunden worden.Die “Razoni” hatte am Montag vergangener Woche den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Libanon verlassen und hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag in Tripoli anlegen sollen. Dies geschah aber nicht – der libanesische Käufer der 26.000 Tonnen Mais trat nach ukrainischen Angaben vom Kaufvertrag zurück, weil sich die Lieferung wegen des russischen Angriffskrieges um fünf Monate verzögert hatte.Daraufhin wurde händeringend ein neuer Abnehmer gesucht. Laut der Website “The Middle East Eye” wurde nun ein Käufer in der Türkei gefunden. Das Online-Medium berief sich auf einen Schiffsagenten.Der Getreidetransporter “Razoni” (Archivbild): Das Schiff kam aus dem ukrainischen Odessa. (Quelle: SNA/imago images)

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