Verwirrung um Kommandanten nach Autobomben-Anschlag

Russischer Kommandant angeblich durch Autobombe getötet

19.18 Uhr: Durch einen Anschlag soll der russische Kommandant der südukrainischen Hafenstadt Berdjansk getötet worden sein. Das bestätigte ein Sprecher der Besatzungsverwaltung. “Er ist im Krankenhaus leider gestorben. Solche Fälle gibt es bei uns regelmäßig”, sagte Sprecher Wladimir Rogow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Ein Mitarbeiter der von Russland unterstützen Regierung in der Region Zaporitschtschia bestätigte dies der Nachrichtenagentur Reuters.Unter dem Auto von Stadtkommandant Artjom Badrin war nach vorherigen Angaben eine Bombe explodiert. Es wurde auch von Schüssen im Zentrum der Hafenstadt am Asowschen Meer berichtet. Badrin war den Angaben nach ein russischer Oberst. In den vergangenen Wochen sind mehrere Anschläge auch auf ukrainische Amtsträger verübt worden, die mit der Besatzungsmacht kollaborieren.Das Bild soll den Wagen nach der Explosion zeigen: “Solche Fälle gibt es bei uns regelmäßig.” (Quelle: Telegram-Kanal von Berdjansk Offiziell)Anmerkung der Redaktion: Zuvor hieß es an dieser Stelle, bei dem Getöteten handele es sich um einen ukrainischen Verwaltungschef. Diese Angabe haben wir berichtigt.

IAEA warnt vor drohendem Atomunfall in ukrainischem AKW

17.36 Uhr: Vergangene Woche inspizierten Experten der Atomenergiebehörde das russisch besetzte AKW Saporischschja. Ihr Fazit ist verheerend. Hier lesen Sie mehr.Das AKW Saporischschja: Die IAEA spricht von einer unhaltbaren Situation vor Ort. (Quelle: Kyodo News/imago images)

Selenskyj-Berater kündigt “großartige Neuigkeiten” über Gegenoffensive an

17.31 Uhr: Der ukrainische Präsidentenberater Serhiy Leschtschenko kündigt “großartige Neuigkeiten” von der Gegenoffensive in der östlichen Region Charkiw an. “Heute Nacht wird es großartige Neuigkeiten von Präsident (Wolodymyr) Selenskyj über den Gegenangriff in Raum Charkiw geben”, twittert er, ohne Einzelheiten anzugeben.

Lettland will wegen des Ukraine-Krieges Wehrdienst wieder einführen

16.23 Uhr: Lettland will als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine den Wehrdienst wieder einführen. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes unterstützte am Dienstag in Riga einen entsprechenden Vorschlag des Verteidigungsministeriums, das nun einen Gesetzesentwurf ausarbeiten soll.Der Wehrdienst soll demnach von 2023 an eingeführt werden. Eingezogen werden sollen Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren – zunächst auf freiwilliger Basis, später auch in verpflichtender Form. Frauen in der gleichen Altersgruppe sollen sich freiwillig für die elfmonatige militärische Ausbildung melden können. Das Parlament muss dem Vorhaben noch zustimmen.Lettland hat 2007 die Wehrpflicht abgeschafft und seine Streitkräfte zu einer Berufsarmee umgebaut, die von einer Freiwilligenarmee unterstützt wird. Der Baltenstaat grenzt an Russland und dessen Verbündeten Belarus.

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