Zu Hause leidet Schwesigs Beliebtheit kaum

Wegen ihres umstrittenen Engagements für die russische Gaspipeline steht Ministerpräsidentin Schwesig in der Kritik. In Mecklenburg-Vorpommern stören sich die Wähler offenbar nicht daran – ihre Zustimmungswerte sinken kaum.

Der Popularität von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schadet die Debatte um ihre Rolle beim Bau der umstrittenen Erdgasleitung Nord Stream 2 einer Umfrage zufolge kaum – zumindest im eigenen Bundesland. Eine Mehrheit der Bürger stehe dort hinter der Ministerpräsidentin, berichtet der “Nordkurier” unter Berufung auf eine von der Zeitung in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa.

Schwesig steht aktuell wegen einer landeseigenen Klimastiftung in der Kritik, die wohl vor allem der Fertigstellung der Gaspipeline aus Russland zuarbeiten sollte. Auch aus der eigenen Partei gab es deshalb bereits eine Rücktrittsforderung. Ihre Verstrickungen waren auch durch Recherchen von t-online an die Öffentlichkeit gelangt.

29 Prozent für Rücktritt

Eine bundesweite Befragung im Auftrag von t-online hatte zuletzt ergeben, dass eine knappe Mehrheit der Menschen einen Rücktritt der Ministerpräsidentin befürwortet. In ihrem Heimatbundesland lehnen nach Angaben des “Nordkurier” hingegen 51 Prozent einen Rücktritt ab, 29 Prozent waren dafür. Der Rest habe keine Angaben gemacht oder sich unentschlossen geäußert. Zufrieden mit Schwesigs Arbeit als Ministerpräsidentin zeigten sich 55 Prozent der Befragten. In einer Insa-Umfrage im Auftrag des “Nordkurier” Anfang Februar waren es 58 Prozent.

Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, würden der Umfrage zufolge 35 Prozent Schwesigs SPD wählen. Bei der Landtagswahl im September 2021 waren die Sozialdemokraten auf 39,6 Prozent gekommen. In der Umfrage Anfang Februar hatten sie in der Sonntagsfrage bei 36 Prozent gelegen.

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